Tempelsee-Genossen schauen sich am Brunnenweg um

Tempo 30 noch immer zu schnell?

Offenbach - Die Bewohner ins Boot holen und die Siedlung in punkto Verkehr sicherer machen – das hat sich der SPD-Ortsverein Lauterborn-Tempelsee nach der jüngsten Begehung im Gebiet südlich des Brunnenwegs vorgenommen.

„Lasst uns mit den Menschen, die dort wohnen, prüfen und planen, mit welchen Maßnahmen wir das Wohnumfeld sicherer machen können.“ So sprach der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Tempelsee-Lauterborn, Rainer M. Türmer, nach einer Begehung in der Wohnsiedlung südlich des Brunnenwegs. Die Genossen wollen die Anwohner im nächsten Monat mit einer Befragung bitten, Ideen beizusteuern, aus denen Lösungsansätze entwickelt werden können. Unter kundiger Führung des Vorstandsmitglieds Dorothea Brandt-Schöneck konnten die Lokalpolitiker sich davon überzeugen, dass die Einfahrt in den Brunnenweg schwer zu bewältigen ist.

Wer vom Saaleweg in Richtung Stadthalle fahren will, müsse nicht selten einen Risikostart hinlegen, da größere parkende Autos die Sicht verstellten. Dort – und an weiteren Einfahrten – solle geprüft werden, ob mit Verkehrsspiegeln die Situation verbessert werden könnte. Vielleicht könnte man auch das Parken an den Einmündungen durch weitere Pfosten verhindern, lautete eine der Anregungen im Laufe der Begehung. An dem kleinen Platz, an dem die Wilhelm-Schramm-Straße auf den Brunnenweg trifft, wäre eventuell die „Einfahrsicherheit“ auch durch schlichte Richtungsänderung der Einbahnstraße zu verbessern.

Das droht Verkehrssündern bei einer Unfallflucht

Darüber hinaus stellten die Sozialdemokraten fest, dass in der Siedlung die gegenwärtige Beschränkung auf 30 Stundenkilometer nicht noch weiter zu reduzieren sei. Bei „glücklicherweise vielen Kindern“ in der Siedlung, aber nicht vorhandenen Fußgängerwegen wäre zu klären, ob nicht „Spielstraßen mit vorgeschriebener Schrittgeschwindigkeit“ die bessere Alternative wäre, so der örtliche SPD-Vorsitzende Türmer. Er betonte aber, dass die SPD den Bewohnern nichts „überstülpen“ wolle. Die Befragung solle Anregungen und Einschätzungen für „eine positive Veränderung“ bringen.  (tk)

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