„Blitz-Marathon“

Tempo-Disziplin mit Ausnahmen

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Der 24-Stunden-Blitz-Marathon ist zu Ende. Die Polizei zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden. Auch in der Offenbacher Bettinastraße nahe der Schillerschule hatte die Polizei Blitzgeräte aufgebaut. Gerade in Bereichen, wo Kinder unterwegs sind, sollte Fahrdisziplin geübt werden.

Offenbach - Ein „deutlich gesenktes Geschwindigkeitsniveau“ und ein „sehr diszipliniertes Einhalten der Tempolimits“ stellte gestern der Leitende Polizeidirektor des Polizeipräsidiums Südosthessen in Offenbach, Alexander König, in seiner Bilanz fest, nachdem die Kontrollen am Freitagmorgen um 6 Uhr beendet worden waren.

„Allerdings waren am Nachmittag auf der A661 mehrere Verkehrsteilnehmer erheblich zu schnell unterwegs. Hierdurch wird deutlich, dass wir auch weiterhin mit großem Engagement in der Verkehrssicherheitsarbeit aktiv sein werden“, schränkte der Polizeichef ein. So passierte ein 19-jähriger VW Polo-Fahrer die Autobahnkontrollstelle am Ausbauende Egelsbach mit 132 bei erlaubten 70 km/h. Der junge Mann, der seinen Führerschein auf Probe hat, muss jetzt mit einem Bußgeld von 440 Euro, zwei Punkten sowie zwei Monaten Fahrverbot rechnen. Ebenfalls Ungemach kommt auf einen 40-jährigen Lasterfahrer zu, der mit seinem 7,5-Tonner samt Anhänger die A661 mit 95 km/h verlassen wollte.

Während sich morgens fast alle an die vorgeschriebenen 70 km/h hielten, waren nachmittags 26 Lenker mit 95 bis 100 km/h klar zu schnell unterwegs. Alle müssen nun mit einer Anzeige rechnen.

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Bilanz zum 24-Stunden-Blitz-Marathon

Ebenfalls eine überwiegend positive Bilanz zog Polizeioberrat Ludwig Kiesel. Der Dienststellenleiter des 2. Polizeireviers in Offenbach verschaffte sich einen Überblick an der Kontrollstelle in der Bettinastraße nahe der Schillerschule. „Geschwindigkeit ist der Killer Nummer 1 auf Deutschlands Straßen“, betonte Kiesel. Zwischen 11 und 12 Uhr waren hier sieben Autolenker mit etwas mehr als den erlaubten 30 km/h unterwegs. Auch an den Messstellen im Dreieichring im Bereich des Kindergartens und am Gravenbruchweg an der Edith-Stein-Schule hielten sich nicht alle an das Limit; zwölf Autofahrer wurden verwarnt.

Der Blitz-Marathon im Video

Insgesamt waren in den 24 Stunden 603 Verkehrsteilnehmer im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen zu schnell unterwegs, wobei der Großteil mit einer Verwarnung davonkam. Darüber hinaus stellten die Schutzleute 58 weitere Verstöße fest und sprachen überwiegend Verwarnungen aus.

In Hanau hielten sich in der Kastanienallee im Bereich von zwei Schulen mit fast 1900 Kindern und Jugendlichen 40 Autofahrer nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30  Stundenkilometern, berichtete Polizeivizepräsidentin Anja Wetz. Sie betonte, dass bei Autounfällen mit Fußgängern deren Überlebenschance durch eine Geschwindigkeitssenkung von nur wenigen Stundenkilometern erheblich steige.

Im gesamten Bundesland Hessen hat der Blitz-Marathon viele Autofahrer deutlich langsamer fahren lassen. Der hessische Landespolizeipräsident Udo Münch zieht eine sehr positive Bilanz: „Fast alle Verkehrsteilnehmer – annähernd 97 Prozent – zeigten sich verantwortungsbewusst und hielten sich an die erlaubten Geschwindigkeiten. Die Bürger selbst haben ein entscheidendes Zeichen für die Verkehrssicherheit gesetzt. Obwohl die Messstellen im Vorfeld über die Medien bekanntgegeben worden waren, fuhren aber immer noch 8750 Verkehrsteilnehmer zu schnell. 1366 der Verstöße sind so schwerwiegend, dass sie neben einem Bußgeld einen Eintrag in das Verkehrszentralregister in Flensburg zur Folge haben. Zudem müssen 128 Raser mit einem Fahrverbot rechnen.

mic

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