Keine Ruhestätte für Waldi

Tierfriedhof in Offenbach scheitert an Standortfrage

Offenbach - Vorerst werden die tierischen Gefährten des Menschen keine eigene Ruhestätte im Stadtgebiet erhalten. Zu diesem Ergebnis kam der Magistrat. Von Rebecca Röhrich

Dieser hatte auf Anfrage der Stadtverordnetenversammlung im Mai dieses Jahres die Aufgabe erhalten, zu prüfen, „ob und wie in der Stadt Offenbach ein Tierfriedhof realisiert werden kann, ohne den städtischen Haushalt zu belasten“. Diesem Antrag, in seiner ursprünglichen Form von den Piraten eingereicht, hatten CDU, SPD, Grüne, FDP und Freie Wähler mit einer Einschränkung zugestimmt: Der Tierfriedhof „darf nicht auf oder an einem Humanfriedhof ausgewiesen werden“. Der Tierschutzverein hatte zuvor ein Teilstück mit einer Größe von 2000 Quadratmeter am Bürgeler Friedhof als mögliche Ruhestätte für Tiere vorgeschlagen. Laut dem Vorsitzenden des Tierschutzvereins, Jürgen Eichenauer, wäre eine Angliederung an einen Humanfriedhof die kostengünstigste Variante. Schließlich sei dort die benötigte Infrastruktur wie Wasser und Verwaltung bereits vorhanden. Dies kam aber für die Politiker nicht infrage.

Auch die Energieversorgung Offenbach stellte Anforderungen, was Größe und Einfriedung betrifft. Mit diesen Vorgaben im Gepäck hat das Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement mögliche Standorte geprüft und kann danach „keine ausdrückliche Empfehlung“ aussprechen.

Grundsätzlich erlaubt das deutsche Recht die Bestattung verstorbener Heimtiere auf Tierfriedhöfen oder das Vergraben auf dem eigenen Gelände. Manche Halter wünschen sich sogar eine gemeinsame Ruhestätte mit dem Tier. Dies widerspricht allerdings dem Pietätsempfinden vieler Friedhofsbesucher.

ror

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