Tierschützer kooperieren

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Gemeinsam helfen sie Wildtieren (von links): Andreas Franke, Vorsitzender des Tierschutzvereins Offenbach, Gudrun Lincke, Leiterin des Tierheims, Anja Rückeshäuser, stellvertrende Vorsitzende der Wildtierfreunde Hanau, und Sonja Niebergall, Gründerin der Wildtierfreunde.

Offenbach (mad) - Nachdem die Mühlheimer Igel-Insel ihre Tätigkeit eingestellt hatte (wir berichteten), musste der Tierschutzverein Offenbach reagieren und hat „zumindest für die Tiere aus Offenbach eine gute Lösung gefunden“, wie Jürgen Eichenauer vom Tierasyl an der Rheinstraße mitteilt.

Dort kümmert man sich zwar vorwiegend um Haustiere, zu denen die stacheligen Gesellen bekanntlich nicht gehören. Doch Herbstzeit ist nun mal Igelzeit, und niemand bei der Tierstation kann und will wegsehen, wenn kranke oder schwache Igel abgegeben werden.

Andreas Franke, Vorsitzender des Offenbacher Tierschutzvereins, formuliert das so: „Unser Verein möchte einerseits für alle Arten von hilfebedürftigen Tieren als Anlaufstelle dienen. Anderseits ist es von großem Vorteil wenn sich für bestimmte Tierarten, hierzu gehört insbesondere die große Gruppe der Wildtiere, Spezialisten kümmern.“

Frank hat sich zu diesem Zweck mit Sonja Niebergall und Anja Rückeshäuser vom Vorstand der Wildtierfreunde aus Hanau abgestimmt, die in Maintal eine Auffangstation für Wildtiere betreiben. Die Wildtierfreunde haben auch in der Vergangenheit immer wieder Igel, Schwäne und andere wild lebende Tiere aus Offenbach aufgenommen. „Ihre Helfer sorgen mit großem Zeiteinsatz und Sachverstand für die nötige Pflege, mit dem Ziel, gesunde und überlebensfähige Tiere - bei Igeln in der Regel mit einem Gewicht von 700 bis 900 Gramm - der Natur zurückzugeben“, sagt Andreas Franke.

Nun wollen die beiden Tierschutzvereine noch enger Zusammenarbeiten, um gemeinsam Wege zu finden, wie eine optimale Versorgung von Igeln und anderen Wildtieren aus Offenbach erreicht werden kann.

Der Tierschutzverein Offenbach, der immerhin mehr als 600 Tierfreunde zu seinen Mitgliedern zählt, bittet diese deshalb auch um Unterstützung der Wildtierfreunde, da diese in der Lage sind, jene Tiere optimal zu versorgen, die im Offenbacher Tierheim keine Heimat finden können. Einen ersten Erfolg kann man in dieser Hinsicht schon vermelden: Der Eigenbetrieb der Stadt Offenbach hat zugesichert, dass er für die in Offenbacher Friedhöfen und Grünanlagen aufgefundenen kranken und schwachen Igel, die von den Hanauer Wildtierfreunden übernommen werden, eine finanzielle Unterstützung leistet.

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