Tierschutzverein feiert Vorsitzenden

Erfolg gegen Sondersteuer für Kampfhunde

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Der Tierschutzverein ehrte langjährige und verdiente Mitglieder: Corinna Kahl (20 Jahre Schatzmeisterin), Peter Labus (25 Jahre, Schutz-und Gebrauchshundeverein), Klaus Hansen (35 Jahre), Christa Zimmermann (25 Jahre), Rosemarie Bormuth (35 Jahre) – hinten rechts Vorsitzender Jürgen Eichenauer.

Offenbach - Das vergangene Jahr war für den Offenbacher Tierschutzverein ein erfolgreiches. Das bilanzierte Vorsitzender Jürgen Eichenauer bei der Generalversammlung. Er selbst erhielt anerkennenden Applaus für sein Engagement gegen die Sondersteuer für sogenannte Kampfhunde. Von Ramona Poltrock 

„Danke Jürgen“-Rufe und tosender Applaus hallen durch die Räumlichkeiten des Seniorentreffs Emil-Renk-Heim in Tempelsee. Bescheiden nickt der Offenbacher Tierschützer Eichenauer seinen „Fans“ zu. Dabei dürfe er ruhig stolz auf sich sein, meint Hubert Zschetzsche, der Dankesworte entrichtet. Eichenauer habe in den vergangenen Wochen die erhöhte Hundesteuer für „Kampfhunde“ verhindert (wir berichteten) und eine Steuerermäßigung für Halter von Hunden, die unmittelbar aus dem Tierheim aufgenommen wurden, durchgesetzt.

Auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung am Samstag stand neben dem Rückblick aufs vergangene Jahr auch die Präsentation des Haushaltsplans 2015. Doch erst einmal ehrte der Verein Mitglied und Schatzmeisterin Corina Kahl. Bereits 29 Jahre verbindet sie ihre Liebe zu Tieren mit dem Verein, für ihren unermüdlichen Einsatz gibt es freundliche Worte und Blumen. Gerührt nimmt die leidenschaftliche Tierschützerin beides entgegen und bedankt sich für das unbegrenzte Vertrauen. Anschließend erhalten die Anwesenden einen vollständigen Überblick über Aktionen rund ums Offenbacher Tierheim, Finanzen und Statistiken sowie Engagement seitens des Vorstandes.

2014 prägten Erfolge, aber auch Verluste den Tierschutzverein. Es gab freudige und traurige Ereignisse, die das gesamte Team und einige Mitglieder auch noch vergangenen Samstag zu Tränen rühren. Besonders ans Herz ging der Verlust der 16-jährigen „Prinzessin“ Norma. Die Katzendame war sechs Jahre im Tierheim zuhause und dort „mehr als nur ein Gast“. Doch im Juni musste das Team um Tierheimleiterin Gudrun Linke – die kurzzeitig unter Tränen ihre Ausführungen unterbrach - Abschied von Norma nehmen.

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Kopfschütteln bei den Mitgliedern rief ein anderes Tierschicksal hervor: Im Oktober 2013 stellte das Veterinäramt den Collie Balou sicher, nachdem sein Frauchen mehrfach mit einem Messer auf ihn eingestochen hat. Der Vierbeiner hatte aber das Glück, in die liebevollen Hände der Offenbacher Tierpfleger Cora Bonnet, Tamara Hirning, Connie Bauer, Jennifer Hankel und Frau Kaiser zu kommen, und ist nun wieder wohlauf. Er lebt seit vergangenem August bei seiner neuen Familien in Mainz. Solche Happyends verzeichnete das Tierheim 2014 etliche.

Noch nicht verwirklicht ist derweil Eichenauers „Herzensprojekt“ eines möglichen Offenbacher Tierfriedhofs. Die Idee, auch „Tiere vernünftig begraben zu können“, stellt den Tierschutzverein weiterhin vor viele Probleme, aber Eichenauer versichert: „Wir bleiben dran.“

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