Tierschutzverein nimmt Vorreiterrolle ein

Zur Transparenz verpflichtet

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Harald Grün (links) übergibt Gudrun Lincke und Jürgen Eichenauer die Spende seines Arbeitgebers.  

Offenbach - Der Offenbacher Tierschutzverein ist auf Spenden angewiesen und hat sich deshalb offiziell zur Transparenz verpflichtet. Damit nimmt er unter den regionalen Tierschutzvereinen eine Vorreiterrolle ein.

Wie der Vorsitzende des Vereins, Jürgen Eichenauer, berichtet, will die Organisation, die sich überwiegend aus öffentlichen Geldern finanziert, offenlegen, woher die Finanzmittel stammen und wofür sie verwendet werden. Grundlage dieser Entscheidung sei auch, dass es für kleine regionale Vereine mit überwiegend ehrenamtlicher Struktur immer schwieriger werde, sich bemerkbar und für potenzielle Spender attraktiv zu machen.

Mehr Informationen als Gesetzgeber verlangt

Daher habe man sich freiwillig verpflichtet, mehr Informationen öffentlich zu machen als es der Gesetzgeber verlangt. „Wir sind dem Beispiel des Deutschen Tierschutzbunds gefolgt und der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) beigetreten, die versucht, durch Transparenz Vertrauen zu schaffen.“ Die Unterzeichner verpflichteten sich, zehn präzise benannte, relevante Informationen über ihre Organisation der Öffentlichkeit zugänglich zu machen (www.tierschutzvereinoffenbach.de/aufgaben.htm).

Mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro bedacht hat die Tierschützer der Offenbacher Harald Grün, der seit kurzem Vereinsmitglied ist. Das Geld stammt von seinem Arbeitgeber, der Ing-Diba, die bundesweit ihren Angestellten Fördergelder für den Verein ihres Vertrauens zur Verfügung stellt. Seit 2005 hat die Bank dafür 3,5 Millionen Euro ausgegeben. Allein für die tiermedizinische Versorgung muss der Tierschutzverein 4000 Euro monatlich aufbringen.

fel

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