Tipps zur Versicherung

Offenbach (ku) - Tipps rund um die Themen Motorrad und Wohnmobil nach der Winterpause haben Experten bei einer Telefonaktion für unsere Leser gegeben. Für alle, die nicht durchgekommen sind, einige Fragen und Antworten.

Ist ein Saisonkennzeichen sinnvoll?

Ja, insbesondere für Fahrzeuge, die nur in einer bestimmten Zeit des Jahres benutzt werden, zum Beispiel Motorräder oder Caravans. Die Saisondauer muss auf der Deckungskarte vermerkt werden. Der Saisonbeginn ist immer der erste Tag des Monats und das Saisonende der letzte Tag des Monats.

Was ist beim Abschluss eines Vertrages mit Saisonkennzeichen zu beachten?

Die Saisondauer sollte am besten mindestens sechs Monate betragen, damit der Vertrag beim schadenfreien Verlauf im nächsten Jahr in eine günstigere SF-Klasse eingestuft werden kann. Als Vertragsbeginn gilt der Tag der Zulassung und als Vertragsende der 31.12. des Jahres. Bei einem Wechsel muss der alte Vertrag fristgerecht zum 31.12. eines Jahres gekündigt und der neue zum 1.1. abgeschlossen werden. Wurde mit der Versicherung ein anderer Vertragsablauf vereinbart, so ist der Wechsel zu diesem Zeitpunkt möglich.

Wie berechnet sich die Versicherungsprämie?

Versicherer behandeln Saisonkennzeichen unterschiedlich. Viele kalkulieren die Prämie hierfür entsprechend der gewählten Versicherungsdauer, was bei einer Zulassung von sechs Monaten beispielsweise mit 60 Prozent der Jahresprämie zu Buche schlägt. Wird das Fahrzeug länger als sechs Monate versichert, erfolgt im folgenden Zulassungsjahr die Einstufung in die nächstbessere Schadenfreiheitsrabattklasse.

Welche Pflege- und Sicherheitstipps gibt es für Motorräder nach der Winterpause?

Wer den Ölwechsel im Herbst nicht gemacht hat, sollte spätestens jetzt dem Motor frische Schmierung gönnen. Am besten vorher kurz warm laufen lassen, damit während der Wartung alles abfließt. Ein Kerzencheck ist eher optional und nur bei schlechten Startern oder einem nahen Wechselintervall empfehlenswert. Dann die Kette samt Kettenrad und Ritzel auf Verschleiß prüfen und gut einsprühen. Der wichtigste Blick gilt den Rädern. Ist die Bereifung noch okay, 1,6 Millimeter Mindestprofiltiefe, stimmt der Luftdruck, und wie geht’s den Bremsen? Hier geben die Scheiben und Beläge Auskunft über den Verschleiß.

Was ist beim Wohnmobil zu beachten?

Als „alter Hase“ kennt man Verhaltensregeln, wie die Gepäckaufbewahrung nach Gewicht, Überprüfung von Gastechnik und Sanitär. Ganz entscheidend für eine sichere und entspannte Reise ist aber, sich nochmals mit den Ausmaßen des eigenen Fahrzeugs vertraut zu machen und neben dem Rangieren auch das plötzliche Bremsen, möglichst auf Privatgelände, zu üben.

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