Zeugen der Todesfahrt

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Nach der Todesfahrt musste das Auto aus dem Main geborgen werden.

Offenbach - Im Prozess um eine Spritztour mit tödlichem Ausgang im Main hat sich das Amtsgericht Offenbach am Donnerstag dem Hergang des Geschehens gewidmet.

Fest steht bislang, dass im Dezember 2008 vier junge Leute mit einem Geländewagen in dem Fluss landeten, zwei Mädchen ertranken.

Der Fahrer ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Am zweiten Prozesstag schilderte eine Zeugin, das Auto sei mindestens zweimal schnell über den Parkplatz am Mainufer gefahren. Ein zweites sei wie bei einem Rennen gefolgt.  Sie habe versucht, mit der Lichthupe zu warnen. Kurze Zeit später seien Polizei und Feuerwehr gekommen.

Ein Bekannter des Angeklagten beschrieb verworren den letzten gemeinsamen Abend: Zu fünft zogen sie stundenlang durch Frankfurter Kneipen und eine Spielhalle. Auf dem Weg nach Offenbach kauften sie Alkohol, den sie in einer Wohnung tranken.

Von der Todesfahrt habe er erst am Tag danach durch einen Anruf erfahren. Er bestätigte, dass der Angeklagte und dessen Cousin die aus Linden bei Gießen und Offenbach stammenden Mädchen noch nicht lange kannten.

Der Angeklagte selbst hatte den Sachverhalt zum Auftakt des Verfahrens weitgehend eingeräumt. Der damals 21-Jährige und sein gleichaltriger Cousin hatten sich aus dem sinkenden Fahrzeug ans Ufer gerettet.

dpa

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