Tödliche Attacke im Rausch?

Offenbach - (tk) Die Beteiligten können oder wollen sich offenbar an keine Details erinnern. Das sei kein Wunder, munkelt man im Umfeld des Mehrfamilienhauses in der Anton-Bruckner-Straße, in dem am frühen Samstag eine 43-jährige Frau verblutete:

Die Rede ist von regelmäßig starkem und kollektivem Alkoholgenuss der deutschrussischen Familie. Ein Verlust von Kontrolle und Gedächtnis ist deswegen gut möglich.

In welchem Verhältnis zum Opfer oder zu dessen drei Söhnen der schwer verletzte 49-Jährige griechisch-usbekischer Herkunft steht, ist noch unklar.

Am Samstag um 1 Uhr war die Polizei verständigt worden, dass die Mutter in ihrem Blut liege. Die Staatsanwaltschaft geht wohl von einem aus noch unbekannten Gründen eskalierten Streit aus. Die tödlichen Stiche soll der älteste Sohn geführt haben. Der Verdächtige rückte mit einem Untersuchungshaftbefehl ins Gefängnis ein. Gegen den jüngsten der drei Brüder (25, 19, 13) bestehe überhaupt kein Verdacht.

Ermittelt wird nicht etwa wegen Mordes oder Totschlags, sondern wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Die Obduktion des Opfers muss also ergeben haben, dass keiner der Stiche tödlich war, sondern erst ihre Vielzahl zu hohem Blutverlust und dieser dann zum Tod geführt hat.

Bei der Offenbacher Polizei geht man von einer noch erheblichen Ermittlungsarbeit aus.

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