OB: Totale Sperrung des Marktplatzes nicht geplant

Offenbach (tk) - Wie nicht anders zu erwarten, scheidet der durch testweise Sperrung für den Autoverkehr in den Fokus gerückte Marktplatzumbau die Geister.

Eine Konfliktlinie verläuft zwischen jenen, die eine Aufwertung dieses Teils der Innenstadt für unverzichtbar halten, und solchen, für die das Millionen-Projekt gegen das Sparsamkeitsgebot verstößt.

Debattiert wird auch über Einschränkungen für den Individualverkehr. Im Einzelhandel befürchtet man schon eine Abnabelung der Parkhäuser und des Wilhelmsplatzes.

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Doch ist laut Oberbürgermeister Horst Schneider gar nicht an eine komplette Verbannung der Pkw vom Marktplatz gedacht, wenn dieser Ende 2013 auch mit Bundeszuschüssen umgebaut werden sollte: „Was wir wollen, ist ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich, keine Fußgängerzone.“ Es gehe darum, den 70-prozentigen Anteil an Durchgangsverkehr herauszuhalten – ob durch Einbahnregelung in der Wald- aus Richtung Bismarckstraße, ist noch in der Diskussion. Die Zufahrt von der Berliner Straße zu KOMM-Parkhaus und Wilhelmsplatz soll gestattet bleiben. „Shared space“, geteilter Raum, soll helfen, so der Verwaltungschef, die „Trennwirkung des Marktplatzes zwischen dem prosperierenden Wilhelmsplatz und der Frankfurter Straße zu beseitigen“.

Begeistert von der „Marktplatzwoche“ zeigt sich die SPD. Für ihre Stadtverordnete Ulla Peppler sind die Aktionen „Höhepunkt der Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung“. Diese ist ein Projekt der durch ein Stipendium des Bundesverkehrsministeriums unterstützten jungen Berliner Stadtplaner Ragna Körby und Tobias Kurtz.

Peppler sieht in der versuchsweisen Sperrung eine gute Möglichkeit, viele Offenbacher fürs Thema zu interessieren und auszuprobieren, wie der neu gewonnene Raum genutzt werden kann. Sie betont jedoch, dass noch offen sei, wie der Marktplatz künftig tatsächlich aussehe.

Rubriklistenbild: © Georg

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