Start mit Abrissparty

Toys'r'us-Gebäude: Arbeitspläne für Neubau-Projekt werden konkret

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Die E-Mobil-Station bleibt noch bis Jahresende, der „Feldherrnhügel“ weicht schon bald und soll Baustelleneinrichtung werden. Der Offenbach-Schriftzug wird mangels geeignetem neuen Standort vorerst eingelagert.

Beim derzeit größten Neubau-Projekt im Herzen der Stadt wird es konkret: Nach Ostern soll mit dem Abriss des westlichen Teils des alten Toys’R’Us-Gebäudes an der Berliner Straße begonnen werden.

  • Pläne für Toys‘r‘us-Gebäude in Offenbach werden konkret
  • Entkernungsarbeiten am Toys‘r‘us Gebäude bis Mitte April
  • Abriss in Offenbach für drei Monate geplant

Offenbach –  Der Betonklotz aus den 1980er-Jahren weicht, wie berichtet, zur Hälfte einem stadtbildprägenden Ensemble aus Büros, Wohnungen, Einzelhandel und Gastronomie. Der östliche Teil des bestehenden Gebäudes zum Großen Biegrund hin, in dem sich das Parkhaus befindet, bleibt stehen, wird saniert und mit einer neuen Fassade versehen.

Wie Investor Michael Dietrich auf Anfrage mitteilt, ist nach den Osterfeiertagen im April eine Art Abrissparty geplant. Der genaue Termin stehe allerdings noch nicht fest. Gestern hat Dietrich den Antrag zum Abriss sowie den Bauantrag eingereicht. Dass beiden Genehmigungen wohl nichts mehr im Wege steht, bestätigt Baudezernent Paul-Gerhard Weiß: „An uns soll es nicht liegen. Wir wollen, dass es bald losgeht.“

Bis Mitte April werden nach Angaben von Investor Michael Dietrich im Innerern des Toys-Klotzes noch kleinere Entkernungsarbeiten laufen, erst danach werde auch für die Öffentlichkeit der Start des Projekts mit der Baustelleneinrichtung sichtbar sein.

Toys'r'us-Gebäude Offenbach: Buchstaben von „Offenbach-Hills“ werden zunächst eingelagert

Diese Fläche sei dort geplant, wo sich derzeit noch die „Offenbach-Hills“ erstrecken, der sogenannte Feldherrnhügel mit seinem markanten Offenbach-Schriftzug, der sich mittlerweile zu einem überregional bekannten Erkennungssymbol für die Stadt entwickelt hat. Weil sich bislang noch kein geeigneter neuer Standort für die großen weißen Buchstaben gefunden hat, sollen sie zunächst eingelagert werden.

Eng verknüpft mit dem Neubau-Projekt ist auch die Zukunft der unmittelbar angrenzenden E-Mobil-Station. Die bislang hinter den Erwartungen zurückgebliebene Vorzeigeeinrichtung in Sachen Verkehrswende soll nach derzeitigem Stand noch bis Jahresende an ihrem angestammten Platz bleiben. Bezüglich eines neuen Standorts liefen im Moment Gespräche, wobei mehrere Varianten geprüft würden, sagt Stadtrat Weiß. Eine dieser Varianten sei die Verlagerung der Station in das sanierte Parkhaus, wobei ihre gute Sichtbarkeit von außen Voraussetzung sei.

Offenbach: Finale Plan benötigt 80 bis 100 Millionen Euro

Wie Investor Dietrich bereits im Dezember vergangenen Jahres bei Vorstellung der finalen Pläne für den Neubau berichtet hatte, steckt er 80 bis 100 Millionen Euro in das Projekt. Das Grundstück hat er von der Stadt erworben.

Für den Abriss, hieß es damals, seien drei Monate zu veranschlagen. Eine zeitliche Überschneidung mit den geplanten Umbau des Marktplatzes werde es zwar nicht geben, versicherte seinerzeit Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß, doch sei sicherlich mit Verkehrsbehinderungen in der City zu rechnen.

Von Matthias Dahmer

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die Großprojekte verzögern. So wie beim geplanten Neubau auf dem Grundstück des maroden Toys'R'Us-Gebäudes an der Berliner Straße.

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