OPG erstellt Machbarkeitsstudie

Traglufthalle fürs Schulschwimmen

Offenbach - Es war eine vollmundige Ankündigung im Zuge des OB-Wahlkampfs: Es sei seine feste Absicht, dass in seiner Amtszeit ein neues Hallbad in Offenbach entsteht, sagte der letztlich unterlegene CDU-Bewerber Peter Freier bei der Podiumsdiskussion unserer Zeitung in der Stadthalle. Von Matthias Dahmer 

Unabhängig davon, wie realistisch ein solches Vorhaben ist, steht außer Zweifel, dass die Stadt insbesondere mit Blick auf das Schulschwimmen eine Lösung für die Wintermonate benötigt.
Wie sehr das Problem drängt, zeigt exemplarisch eine aktuelle Anfrage der neu gegründeten Hafenschule an den EOSC, der im Auftrag der Stadt das Schwimmbad auf der Rosenhöhe betreibt: „Die Hafenschule sucht noch Möglichkeiten, Schwimmunterricht anbieten zu können. Aktuell sind wir mit 45 Minuten Wasserzeit im Bad der Marienschule untergekommen. Dies ist für unsere vier Klassen im 3. Schuljahr jedoch zu wenig. Haben Sie noch freie Schwimmzeiten unter der Woche?“, heißt es in einer Mail an den Badbetreiber. „Leider mussten wir eine Absage erteilen. Für den Unterricht der Grundschulen steht im Winter auf der Rosenhöhe kein Becken zur Verfügung“, bedauert EOSC-Chef Matthias Wörner.

Auch er weiß um die Schwierigkeit, angesichts knapper Kassen das notwendige Angebot zu schaffen. „Wir müssen für Offenbach ein sinnvolles Konzept hinbekommen und dürfen nicht nach den Sternen greifen“, formuliert er. Vorschläge, wie auch das kleine Becken auf der Rosenhöhe im Winter genutzt werden könnte, gibt es einige. „Letztlich muss die Politik entscheiden, wie viel Geld sie dafür ausgeben will. Von einer Billig-Lösung bis hin zu einer zukunftsweisenden und nachhaltigen Variante ist alles denkbar “, so Wörner.

Bei der Stadt arbeitet man unterdessen an einer Machbarkeitsstudie zum erweiterten Winterbetrieb. Laut einem Schreiben der damit beauftragten Stadtwerke-Tochter Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG) , das unserer Zeitung vorliegt, hat im August ein erster Ortstermin mit dem EOSC und einem Fachmann der deutschen Gesellschaft für das Badewesen stattgefunden. Ergebnis: Aus Sicht des Experten sind für den Winterbetrieb Ertüchtigungen in größerem Umfang erforderlich, mit dem Aufstellen einer Traglufthalle sei es nicht getan. Dies habe vor allem bauordnungsrechtliche sowie technische Gründe.

Swim and Run auf der Rosenhöhe: Bilder

Unter anderem geht es dabei offenbar um die Frage, ob das Nichtschwimmerbecken möglicherweise saniert werden muss oder auch darum, wie Grundschüler, die noch nicht schwimmen können, sicher von den Umkleiden am großen Becken vorbei zum kleinen gelotst werden können. Weil noch Klärungsbedarf besteht, geht die OPG davon aus, dass die Machbarkeitsstudie erst zum Jahresende vorgelegt werden kann.

Ungeachtet der rechtlichen und technischen Bestimmungen arbeitet die OPG parallel dazu an der Kostengegenüberstellung von drei Varianten zur Schwimmbadüberdachung mittels einer Traglufthalle.

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