Traumnoten und Morgenmuffel

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Ein gelungenes Bild durfte nicht fehlen.

Offenbach - (mk)   Der amerikanische Altrocker Alice Cooper hat den Hit schlechthin geschrieben - zumindest für Pennäler: School’s out. Und irgendwann heißt es completely. Viele Offenbacher Abiturienten werden freilich weiterhin lernen, büffeln und forschen.

Der Hochschulreife folgen Studium oder Ausbildung. Zunächst feierten die jungen Menschen nach 13 Schuljahren aber erst einmal mit festlichen Bällen. Die Stimmung war entsprechend entspannt, wenig verwunderlich nach wochenlangem Lernen und permanenten Prüfungsstress im hessischen Zentralabitur.

Stets adrett gekleidet wurde das Abi-Buch studiert.

Die Traumnote von 1,0 erreichten an der Albert-Schweitzer-Schule drei Abiturienten: Irma Kaplanskaja, Thomas Kaese und Lisa Marschall. 81 Schüler waren zu den Prüfungen zugelassen, 78 haben diese bestanden und dem Jahrgangs-Slogan „Yes we can“ Taten folgen lassen. Der Notenschnitt lag bei 2,5. Als Erinnerung an den Jahrgang 2009 stehen an der ASS zwei blaulackierte Holzbänke. Abi-Scherz: eine abgesperrte Penne, Programm auf dem Schulhof. Im Abi-Buch gab’s das Schwarz auf Weiß, worüber sich viele schon über die digitale Form aufregten - ein Lehrer-Voting. So weiß jetzt jeder, wen die Schüler etwa als „Morgenmuffel“ oder „Abschweifer“ erachten.

Im Laufe des Abends wurde so manche Kleiderordnung gelockert.

99 Jungen und Mädchen wollten an der Leibnizschule die Matura bestehen - nicht alle packten das. Fünf Schüler wurden gar nicht erst zu den Prüfungen zugelassen. Der Notenschnitt war etwas besser als an der Waldstraße: 2,4. Eine glatte 1,0 gab’s für zwei Leibnizschüler: Christian Arnold und Dorothea Porzig. Scherz: Unter anderem klebten die Abiturienten das Sekretariat mit mehreren Rollen Klarsichtfolie zu.

Erleichterung und Freude überwog bei den Abi-Bällen: Geschafft! Das Trio signalisiert per Handzeichen, wie’s um die eigene Befindlichkeit steht.

Die Rudolf-Koch-Schule verzeichnet keine besonderen Vorkommnisse als Abi-Scherz. Mit diversen Wettkämpfen maßen sich die Schulabgänger mit dem Lehrkörper. 85 Gymnasiasten wollten die Allgemeine Hochschulreife, 77 haben sie nun. Ein Schüler hatte während der Prüfungen abgebrochen, ein anderer wurde nicht zugelassen. Der Notenschnitt lag bei der Rudolf-Koch-Schule bei 2,69. Die besten Noten erreichten Sanaa Azdoufal und Maike Wittfeld mit 1,3.

Oft gratulierte die gesamte Familie.

Beim reinen Mädchen-Gymnasium hat Maren Dieter geglänzt mit einer 1,0. Josefa Nölke und Bente Wolpert waren kaum schlechter, legten ihr Abitur mit 1,2 ab. Bei 62 jungen Damen der Marienschule lag der Notenschnitt bei 2,5. Für besondere Leistungen in Physik gab es zwei Preise vom Physikalischen Verein für Janine Kaiser und Antje Bornschlegel.

Manche Freunde wird man künftig seltener sehen.

An der Theodor-Heuss-Schule war die Zahl der Schüler weitaus überschaubarer: 32 Schüler verzeichnete das berufliche Gymnasium mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung, 31 legten das Abitur ab. Der Notenschnitt lag bei 2,65; den besten Abschluss schaffte Dennis Welchar mit 1,3. Der Abi-Scherz der Heuss-Schüler erinnerte an ein Casting der Show „Deutschland sucht den Superstar“. In diesem Fall bewerteten die Abiturienten die Karaoke-Leistungen ihrer Lehrer.

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