Triumph und Trauer über Aus für Mittelaltermarkt

Rumpenheim ‐ Tobias Männche triumphiert: Der CDU-Stadtverordnete sieht sein Ziel erreicht, dem Rumpenheimer Schlosspark die Belastung einer jährlich wiederkehrenden Massenveranstaltung zu ersparen. Von Thomas Kirstein

Günter Doll trauert: Der Leiter der Zentralen Kultur- und Sportveranstaltung muss ein erfolgreiches Kind beerdigen. Nach elf Jahren ist es, wie berichtet, vorbei mit spätsommerlichem Mittelalter im Stadtteil. Nach unübersehbaren Schäden hat der Oberbürgermeister den Stab über dem Historienspektakel gebrochen.

Oberamtsrat Doll resigniert

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Aus für Offenbacher Mittelaltermarkt

„Der Mittelaltermarkt ist vom Tisch, und wahrscheinlich dürften in Rumpenheim einige Sektkorken knallen“, schreibt ein resignierter Oberamtsrat Doll. „Aber wesentlich mehr Menschen werden ihn vermissen“, ist er sich sicher. Doll streitet nicht ab, dass die an den Schlosshof grenzende Wiese durch Stände und Besucher des Marktes erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sie habe sich jedoch, je nach Wetterlage, regelmäßig innerhalb von vier bis sechs Wochen wieder vollständig regeneriert. Erst der extreme Regen in diesem August habe zu den schweren aktuellen Schäden geführt.

In diesem Jahr sei sofort ein Gartenbaubetrieb beauftragt worden, die verschlammten Bereiche abzutragen, durch Mutterboden zu ersetzen und neu einzusäen. Spätestens Ende September werde wieder alles beim Alten sein. „Bedauerlich ist, dass Offenbach eine schöne Veranstaltung verliert und 10 000 Besucher auf der Strecke bleiben“, klagt Doll.

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