Nur 76 Sonnenstunden

Trübster Winter in Hessen geht zu Ende

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Weihnachten fiel ungewöhnlich mild aus, aber im Januar schlug der Winter mit Schnee und wochenlangem Dauerfrost hart zu.

Offenbach - Nur 76 Stunden Sonnenschein hat es in Hessen seit Anfang Dezember gegeben. Damit geht der Winter 2012/13 als trübster seit Beginn der flächendeckenden Aufzeichnungen im Jahr 1951 in die Geschichte der Meteorologie ein.

In Hessen machte sich die Sonne noch rarer als anderswo, bundesweit registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach Mitteilung vom Mittwoch im Schnitt 96 Stunden Sonnenschein, auch das ein Negativ-Rekord.

Im hessischen Winter sind 136 Stunden Sonnenschein normal, errechnet aus dem Durchschnitt der Jahre 1961 bis 1990. Für die Meteorologen geht der Winter schon an diesem Donnerstag zu Ende, nach dem Kalender erst Ende März. Der meteorologische Frühlingsbeginn an diesem Freitag wird zwar weniger kalt, aber die Hoffnung auf mehr Sonne wird wohl enttäuscht. „Das meist trübe und zu Hochnebel neigende Wetter bleibt zunächst erhalten", sagte DWD-Meteorologe Helmut Malewski.

Durchschnittstemperatur leicht über Normalwert

Hessen erlebte seit Anfang Dezember ein ständiges Auf und Ab. Weihnachten fiel ungewöhnlich mild aus, aber im Januar schlug der Winter mit Schnee und wochenlangem Dauerfrost hart zu. Wegen Eisregens stellte der Frankfurter Flughafen am 20. Januar den Betrieb komplett ein, weil der Eispanzer auf den Maschinen zu dick war, um sie zu enteisen. Passagiere campierten auf Feldbetten oder übernachteten in Hotels. Auch der Straßenbahnverkehr in Frankfurt stand still, weil die Fahrleitungen von einer dicken Eisschicht überzogen waren.

Unter dem Strich lag die Durchschnittstemperatur leicht über dem Normalwert. Auch bei den Niederschlägen gab es ein leichtes Plus. 200 Liter fielen pro Quadratmeter, sieben Liter mehr als sonst.

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dpa

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