Menschen kommen wohl erst am Montag

Turnhallen „aufnahmebereit“: Warten auf die Flüchtlinge

+
An der Anne-Frank-Schule liefen die Vorbereitungen am Freitag auf Hochtouren.

Offenbach - Seit Samstagmittag sind die drei Offenbacher Turnhallen „aufnahmebereit“. Nun fehlen nur noch die Flüchtlingen. Der Zeitpunkt ihres Eintreffens ist aber noch unklar.

Offenbach und auch Darmstadt stellen sich an diesem Wochenende auf viele neue Flüchtlinge ein. Offenbach sei seit Samstagmittag „aufnahmebereit“, sagte ein Sprecher der Stadt mit Blick auf drei Schulsporthallen. Hier könnten vorübergehend bis zu 600 Flüchtlinge untergebracht werden - bis bald eine private Gewerbehalle m Kaiserleigebiet für 1000 Menschen ertüchtigt sei, hieß es weiter. Eine entsprechende Anweisung des Landes Hessen zur Unterbringung der Flüchtlinge erreichte die Stadt am Donnerstagnachmittag.

Alles zum Thema „Flüchtlinge in der Region“ lesen Sie hier.

Geprüft wurden sämtliche Sporthallen in Offenbach. Ausgewählt wurden die drei Schulstandorte im Süden: Die Turnhallen der Anne-Frank- und Edith-Stein-Schule sowie die Halle des Berufsschulzentrums am Buchhügel. „Wir wissen, dass wir damit der Offenbacher Bevölkerung viel Solidarität abverlangen“, sagte Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider. „Auch wir sind über die Notwendigkeit, auf Turnhallen zurückgreifen zu müssen, alles andere als glücklich. Deshalb wird mit Hochdruck an der Ertüchtigung der Fabrikhalle gearbeitet, damit das Land nicht mehr die Turnhallen in Anspruch nehmen muss.“

Wann die ersten Flüchtlinge an diesem Wochenende in Offenbach eintreffen, ist noch unklar. Nach Rücksprache von Oberbürgermeister Schneider und dem Leiter des Führungsstabs der Feuerwehr, Uwe Sauer, mit dem Land Hessen am Samstagabend ist mit einer Ankunft von Flüchtlingen in Offenbach jedoch nicht vor Montagabend, 21. September, zu rechnen. Die überwiegend ehrenamtlichen Einsatzkräfte haben ihren Dienst am Samstagabend vorläufig beendet, stehen jedoch mit einer Vorlaufzeit von drei Stunden jederzeit wieder zur Verfügung.

Bilder: Einblicke in die Notunterkünfte für Flüchtlinge

Auf einen ersten Aufruf der Stadt nach Übersetzern seien laut einem Stadtsprecher viele Menschen gefolgt: Etwa 40 Personen stünden dem DRK an diesem Wochenende zur Verfügung. Trotzdem werden vor allem für die kommenden Tage noch weitere Menschen gesucht, die neben Englisch und Französisch auch Arabisch (inklusive syrischer und irakischer Dialekt), Paschtu, Urdu, Farsi und Kurdisch sprechen. Wer sich zutraut, zeitweise als Übersetzer tätig zu sein, wendet sich ans Bürgertelefon der Stadt (069/840004375). Dieses ist Samstag und Sonntag von 9 bis 18 Uhr besetzt.

dani

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion