Turtle aus dem Eis

Offenbach‐ Kalte Füße bekam eine Wasserschildkröte, die am frühen Dienstagmorgen von zwei Unbekannten im Ententeich des Dreieichparks ausgesetzt wurde. Von Katharina Platt

Das Tier hatte Glück. Weil ein Anwohner die Aktion beobachtete und das zuständige Polizeirevier informierte, konnte es gerettet werden. Im eiskalten Wasser wäre es sonst wahrscheinlich kurz nach seiner Aussetzung erfroren.

Nachdem im warmenStreifenwagen die Lebensgeister der Schildkröte (englisch: Turtle) wiedererweckt worden waren, kam es in die Obhut der Feuerwehr. Mittlerweile hat es ein Zuhause auf Zeit im Tierheim bezogen. Wenn sich die rechtmäßigen Besitzer nicht melden, wird es vermittelt.

Die Schildkröte hat großes Glück gehabt“, sagt Polizeisprecher Ingbert Zacharias. Das etwa 15 Zentimeter große Reptil sei in einem guten Futterzustand, sagte Tierheimleiterin Gudrun Lincke. „Wasserschildkröten werden häufiger ausgesetzt als Landschildkröten“, erklärt sie. Die Haltung der schnell wachsenden Wirbeltiere sei nicht ganz unproblematisch.

Schildkrötenkolonien in einigen Teichen

Bereits in einigen Teichen haben sich Schildkrötenkolonien gebildet. Im Winter halten sie Winterschlaf. Dabei ist es wichtig, dass der Tümpel tief genug ist, damit er nicht gänzlich zufriert. Für ein Tier aus einem Terrarium sind die eisigen Temperaturen gefährlich. Die Polizei ermittelt nun wegen Tierquälerei. Hinweise werden unter der Telefonnummer 8098-5200 entgegen genommen. Den beiden Männern drohen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz Geldstrafen.

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