Umbau- und Renovierungsarbeiten im Waldzoo

Moderner für Mensch und Tier

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Susanne Wollensak erklärt Wolfgang Rawer (links) und Thomas Triling die Baupläne. Dort, wo sie stehen, soll ein geschlossener, beheizbarer Raum zum Beispiel für Schulklassen entstehen.

Offenbach - Der Waldzoo wird mit 120.000 Euro aus Mitteln der Dr.-Marschner-Stiftung und durch den gemeinnützigen Unterstützungsverein der Rotarier modernisiert. Von Harald H. Richter 

„Wo wir jetzt stehen, wird der neue Aufenthaltsbereich angelegt“, erklärt Christian Steguweit, von Berufs wegen Architekt und als Mitglied des Rotary-Clubs Offenbach im Ehrenamt verantwortlich für Planung und Koordination der Arbeiten zur Erneuerung des Waldzoos. Sogleich breitet er die Baupläne aus, deutet auf das, was als nächstes entsteht, nennt Einzelheiten zu bereits vollendeten Umbaumaßnahmen. Die gelernte Zootierpflegerin Susanne Wollensak, welche den Waldzoo von der Stadt gepachtet hat, vernimmt es mit Wohlwollen. Von dem Geld lässt sich unter anderem das von Steguweit genannte wetterfeste und beheizbare Gebäude in Eingangsnähe finanzieren, das bis zu 25 Erwachsenen oder einer Schulklasse Platz bieten soll. Dieses Refugium entsteht jedoch erst nach der Winterpause.

Zur Halbzeit der Arbeiten sind neben Steguweit für die Rotarier auch der amtierende Präsident Dr. Thomas Trillig sowie Roland Walter als Vorsitzender des Unterstützungsvereins zur Einrichtung am Nassen Dreieck gekommen. Über den sichtbaren Baufortschritt freut sich auch Wolfgang Rawer in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied der Dr.-Marschner-Stiftung, die Projekte in Frankfurt und Offenbach fördert. Er kann sich davon überzeugen, dass seit dem ersten Ortstermin vor gut einem halben Jahr auf dem Gelände dieser seit 1965 bestehenden Naherholungseinrichtung einiges getan wurde.

Das gesamte Gelände erhielt eine solide Umzäunung, ein stabiles Zugangstor wurde errichtet und der Fallschutz auf dem Kinderspielplatz verbessert. Zur Umbauzwischenbilanz gehört auch die Erwähnung, dass strapazierfähige Fahrradständer angebracht worden sind. Außerdem führen grunderneuerte Wege die Besucher zu den Gehegen. Im vergangenen Jahr haben 31.000 Menschen die mehr als 5200 Quadratmeter große Anlage mit ihren etwa 250 Tieren, die in Gehegen, Ställen und Volieren untergebracht sind, besucht. Das bedeutete ein nochmaliges Plus nach 2014, als 25.000 Besucher bilanziert wurden.

Seit Susanne Wollensak die Einrichtung vor zehn Jahren übernahm, hat der Waldzoo seine Akzeptanz und Beliebtheit in der Bevölkerung stetig steigern können. Dazu tragen zu bestimmten Anlässen auch Veranstaltungen für Kinder bei. „Neben Familien kommen vor allem viele Schulklassen und Kindergartengruppen zu uns“, berichtet die Leiterin, die mit einer Teilzeitkraft und drei Azubis die täglich anfallenden Aufgaben bewältigt, zu denen nicht nur die Fütterung gehört, sondern auch der Teil der Bewirtschaftung, den man nicht gleich auf den ersten Blick sieht.

Mit einer aus Stiftungsmitteln angeschafften Zugmaschine lässt sich eine in städtischem Besitz befindliche Wiese sehr viel einfacher mähen. Diese Aufgabe nimmt das Waldzoo-Team selbst wahr. „Das täglich benötigte Heu können wir letztlich kostengünstiger einfahren, als es durch Zukauf von einem Bauernhof möglich wäre“, benennt Wollensak den ökonomischen Vorteil. Zwar bezieht der Waldzoo jährlich etwa 10.000 Euro aus öffentlicher Hand, muss aber Aufwendungen in weit höherer Größenordnung tätigen. Die lassen sich freilich nicht durch die moderaten Eintrittsgelder finanzieren. Der Waldzoo ist also auf Spenden angewiesen und weiß die aktuell gewährte Unterstützung daher umso mehr zu schätzen. Rotary-Präsident Trillig geht davon aus, dass die Arbeiten im Frühjahr 2016 vollständig abgeschlossen werden.

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