Wird dank Landeszuschuss im nächsten Jahr fortgesetzt

Umgestaltung der Kaiserstraße: Pläne lagen lange auf Eis

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Mehr Platz für Fußgänger, mehr Grün und weniger Parkraum: Die Kaiserstraße soll in dem zirka 150 Meter langen Abschnitt zwischen Geleitsstraße und Großer Marktstraße verschönert werden.

Offenbach - Was zwischen Hauptbahnhof und Geleitsstraße schon vollendet ist, wird im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden. Dann geht die Umgestaltung der Kaiserstraße weiter. Von Matthias Dahmer

Die Pläne fürs stadtgestalterische Aufhübschen der zirka 150 Meter zwischen Geleitsstraße und Großer Marktstraße sind fast neun Jahre alt. Ursprünglich sollte dieser Abschnitt der Kaiserstraße mit dem bereits vollendeten in Angriff genommen werden. Wie so oft aber verhinderte die finanzielle Situation die Umsetzung. Fördermittel des Landes sorgen dafür, dass die Pläne von 2007 wieder aus der Schublade geholt und modifiziert werden. Wie berichtet, fließen 468.000 Euro aus dem Programm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ nach Offenbach. Ein Teil dieses Geldes ist für die Kaiserstraße vorgesehen. Horst-Ingo Kupfer, Referatskoordinator Verkehrsplanung bei der Stadt, erläutert die auf den ursprünglichen Planungen basierenden Details zu diesem zweiten Bauabschnitt: Für den Autoverkehr bleibt es wie bisher bei einer Spur pro Fahrtrichtung. Die Gehwege werden breiter, insgesamt 16 Bäume sorgen für mehr Grün im Straßenbild, zwischen den Bäumen entstehen jeweils zwei Parkbuchten. „Die Umgestaltung lehnt sich an das an, was im ersten Baubaschnitt gemacht wurde“, so Kupfer.

Damit, sagt er, sei bis auf den Radverkehr allen Funktionen Rechnung getragen. Für Radler, bedauert er, könne wegen des begrenzten Platzes keine Extraspur ausgewiesen werden. In den Ursprungsplanungen waren die Gesamtkosten auf 820.000 Euro beziffert. Bei der derzeit laufenden Fortschreibung ist von einer Steigerung auszugehen. Wie stark die ausfällt, ist ebenso offen wie etwa die Baumart, die gepflanzt wird. Im 2007er Entwurf war von Ahornbäumen die Rede.

Die Förderquote für Projekte im Zuge des Programms „Aktive Kernbereiche“ beträgt 75 Prozent. „Davon müssen aber im konkreten Fall die Anliegerbeiträge abgezogen werden“, betont der Verkehrsplaner. Den Projektbeschluss zum zweiten Bauabschnitt soll das Stadtparlament im Februar fassen, bevor mit den Arbeiten begonnen werden kann. Langfristig ist die Umgestaltung der Kaiserstraße in weiteren Abschnitten geplant. Dabei, sagt Kupfer, könne man derzeit schon einmal bis zur Frankfurter Straße denken. Alles andere ist für die Verkehrsplaner im Rathaus Zukunftsmusik.

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