IHK gegen regionale Umweltzone

Verkehrsfluss verbessern

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Geht es nach der Industrie- und Handelskammer, gehören diese Schilder abgeschafft.

Offenbach - Die IHK Offenbach bleibt ihrer Linie treu und lehnt eine regionale Umweltzone für den Ballungsraum Rhein-Main ab. Eine solche hatte der Planungsverband Frankfurt/Rhein-Main vorgeschlagen.

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner argumentiert: „Maßnahmen zur Luftreinhaltung müssen die Situation der Bevölkerung wesentlich verbessern und in einem vernünftigen Verhältnis zum Aufwand stehen.“ Die Wirkung der Umweltzone sei wissenschaftlich umstritten und werde inzwischen selbst vom Bundesumweltamt als überholt eingestuft. „In der Ausweitung der bestehenden Umweltzonen auf eine regionale Umweltzone sehen wir keinen Nutzen“, so Weinbrenner.

Er weist zugleich auf den Aufwand und die Kosten hin. Der Haushalt der Stadt Offenbach beispielsweise sei mit 40.000 Euro zur Aufstellung der Schilder sowie der Schaffung einer Verwaltungsstelle zur Bearbeitung der Ausnahmeanträge belastet. Hinzu komme die Wertvernichtung bei Fahrzeugen, die nicht in die Umweltzone fahren dürften und somit praktisch unverkäuflich seien. Der IHK-Chef erinnert zudem daran, die Plakettenregelungen der Umweltzonen bezögen sich nur auf Feinstaubemissionen. Für andere Schadstoffe wie Stickstoffdioxid sei das Instrument Umweltzone ungeeignet, da diese nicht signifikant gemindert würden.

Weinbrenner rechnet vor: Von den 285.497 in Stadt und Kreis zugelassenen Kraftfahrzeugen seien nur 16.016 Nutzfahrzeuge. „Selbst wenn man unterstellt, dass 40 Prozent aller Nutzfahrzeuge keine grüne Plakette hätten, wäre der Nutzen einer Umweltzone denkbar gering.“

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Der IHK-Geschäftsführer hält es für eine bessere Lösung, wenn Kommunen gemeinsam mit der Wirtschaft an der Optimierung von Lkw-Routen arbeiteten. „Eine Verbesserung des Verkehrsflusses ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll.“ 

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