Tausende unbesetzte Lehrstellen

Berlin/Offenbach (dapd/ku) - Die Wirtschaft kann nach Informationen des Onlineportals „Bild. de“ in diesem Jahr aus Mangel an Bewerbern voraussichtlich über 60.000 Lehrstellen nicht besetzen.

Dabei hätten die Betriebe Ende Juli bereits deutlich mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen als vor einem Jahr. Dem Bericht zufolge hatten die Industrie- und Handelskammern (IHK) Ende Juli 242 315 neue Ausbildungsverträge registriert. Das waren 6,4 Prozent mehr als Ende Juli 2010.

Das deutsche Handwerk verzeichnete laut „Bild.de“ bis Ende Juli 85 499 Ausbildungsverträge. Das entsprach einem Plus von 4,7 Prozent gegenüber Ende Juli 2010.

Die Zahl der Bewerber ging nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) um drei Prozent zurück. Im Bereich der IHK bleiben in diesem Jahr laut DIHK mehr als 50 000 Lehrstellen unbesetzt. Der Zentralverband des deutschen Handwerks rechnet für seine Betriebe mit rund 10 000 unbesetzten Ausbildungsplätzen. Laut ZDH gibt es etwa 20 000 freie Lehrstellen.

Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach sind noch 414 unbesetzte Lehrstellen gemeldet, wie Friedrich Rixecker, bei der IHK für Ausbildung zuständig, sagte. Im Bezirk der hiesigen Agentur für Arbeit, zu dem im Gegensatz zum Einzugsgebiet der Kammer nicht der Westkreis gehört, seien es 392 Ausbildungsplätze, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das ist viel.“ Derzeit gebe es noch 634 unversorgte Jugendliche, ein Minus von 12,3 Prozent. Bei Handwerksbetrieben in Stadt und Kreis sind bisher 343 Lehrverträge abgeschlossen worden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres seien es 314 gewesen, erklärte Alois Schwab, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Zurzeit gebe es noch 21 freie Stellen.

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