Rudergesellschaft baut um

Undine hat Paralympics im Visier

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Undine-Vorsitzender Roland Eisele (links) freut sich über den von Minister Stefan Grüttner mitgebrachten Förderbescheid über 50.000 Landes-Euro.

Offenbach - Auf Baukosten von brutto 290.000 Euro ist das ehrgeizige Projekt veranschlagt: Die Offenbacher Rudergesellschaft Undine von 1876 will in ihrem Bootshaus am Fechenheimer Mainufer einen behindertengerechten Trainingsraum einrichten.

In der ersten Kalkulation war ein Landeszuschuss von – mit Fragezeichen versehen – 20 Prozent eingeplant, den Rest decken durch Spenden aufgestockte Eigenmittel, Eigenleistungen, eine Gabe des Landessportbunds, Darlehen. Von der Stadt wird nichts kommen können.

Was Hessens Sozialminister Stefan Grüttner am Samstag als Förderbescheid mit zur Undine brachte, deckt in etwa die Erwartungen. Vorsitzender Roland Eisele und seine Ruderer freuen sich über 50 000 Euro aus den Steuermitteln des Landes Hessen. Hinter dem behindertengerechten Umbau eines Raums stehen sportliche Ziele. Gleichberechtigt neben den Erfolgen von Jugendlichen (Silber bei der U19-WM 2011, Bronze 2012) stehen die Deutsche Meisterschaft des querschnittsgelähmten Einer-Ruderers Johannes Schmidt, der auch einen 11.Platz bei den Paralympics 2012 in London und einen 7. Platz bei den Paralympics in Korea belegte.

In der Begründung für das Vorhaben heißt es, das Rudertraining müsse äußerst intensiv auch im Winter möglich sein. Für Ergometer, Kraftmaschinen und Gewichte sei deswegen ein entsprechender Raum unverzichtbar. In der Vergangenheit war die Undine auf einen Kellerraum angewiesen, der für einen Behinderten nur schwer erreichbar ist, eine zu geringe Fläche und Raumhöhe hat und fast jedes Jahr wegen Hochwassers für Wochen unbenutzbar ist. Das Architekturbüro Wellnitz in Offenbach hat einen Trainingsraum von etwa 100 Quadratmetern entworfen, der auf eine vorhandene, in der Größe anzupassende Kleinboothalle aufgesetzt wird. (tk)

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