Unfallflucht endet am Ampelmast

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Ein Laternenpfahl stoppte den Unfallflüchtigen aus Frankfurt.

Offenbach - (mcr) Ein Laternenpfahl hat am frühen Morgen die Amokfahrt eines betrunkenen Frankfurters in Offenbach gestoppt.

Der Mann hatte um 6.35 Uhr auf der Berliner Straße drei hintereinander stehende Autos mit seinem schwarzen Ford Maverick ineinander geschoben, raste dann weiter und rammte nur eine Minute später seinen Geländewagen auf Höhe des August-Bebel-Rings in einen Stahlpfosten.

Der 36-Jährige Fahrer war nicht angeschnallt und wurde mit schweren Kopfverletzungen in die Klinik gebracht.

Unfallstatistik erreicht Tiefstand

Auf Deutschlands Straßen sind im Jahr 2008 so wenig Menschen wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg tödlich verunglückt.  Im Vergleich sank die Zahl der Verkehrstoten um 9,7 Prozent oder 482. Auch die Zahl der Verletzten sei nach diesen vorläufigen Ergebnissen zurückgegangen - um 5,5 Prozent auf etwa 407.900, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Im vergangenen Jahr verunglückten rund 4467 Menschen tödlich.

Polizeibericht

Die Amokfahrt hinterlässt ihre Spuren.

(hf) An einem Ampelmast am Max-Willner-Platz endete die Flucht eines 36 Jahre alten Frankfurters. Der Mann  war gegen 6.35 Uhr mit einem Ford Maverick auf der Berliner Straße Richtung Frankfurt unterwegs. An der Kreuzung mit der Lilistraße
zeigte die Ampel "Rot", mehrere Autos warteten an der Haltelinie. Dies bemerkte der 36-Jährige wohl zu spät und schob drei Wartende aufeinander. Er krachte zunächst auf einen schwarzen Daimler Grand Cherokee, gefahren von einer 45-jährigen Mainzerin. Dieser Geländewagen wurde auf einen Opel Astra geschoben, an dessen Steuer ein 28 Jahre alter Obertshausener saß. Dessen Astra stieß noch gegen
einen BMW, der von einem 36-jährigen Offenbacher gesteuert wurde.

An den Autos entstand ein Schaden von rund 15.000 Euro. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, setzte der Frankfurter seine Fahrt fort. Obwohl noch immer "Rot" war, fuhr er über die Kreuzung weiter Richtung Frankfurt. Eine Minute später und nur einige Meter weiter verlor er allerdings die Kontrolle über seinen Geländewagen und krachte gegen die Ampel am Max-Willner-Platz. Sein Wagen erlitt einen Totalschaden. Der 36-Jährige, der nicht angeschnallt war, prallte mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe und musste in einem Frankfurter
Klinikum stationär aufgenommen werden.

Da der Frankfurter augenscheinlich betrunken war, wurde eine
Blutentnahme durchgeführt. Dieses Schicksal ereilte auch die
45-jährige Mainzerin, die offensichtlich ebenfalls alkoholisiert war.

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