Ungestört und sicher spielen

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Wider die Tristesse: Der Spielplatz Schäferstraße soll einladender werden.

Offenbach (vs) - Spielplätze sind in Städten Orte, an denen sich die kleinen und jüngeren Bewohner austoben können und sollen. Einer der Spielplätze in Offenbach liegt an der Hermannstraße/Ecke Schäferstraße.

Bei der Auftaktveranstaltung des Großprojektes „Besser leben in Offenbach“ der Stadtwerke Offenbach Holding (SOH) meldeten viele Anwohner, dass dort der Wunsch nach einer Umgestaltung besteht.

Erfahrungen und Meldungen der vergangenen Jahre zeigten, dass vor allem die kleinen Besucher beim Spielen zu kurz kamen. Die Anregungen der Anwohner waren vielseitig: Ein Bolzplatz mit zwei Toren unterteilt die dortigen Spielflächen und zieht damit eher ältere Besucher zum Fußballspielen an. Für Kinder und Eltern eine Situation, die Auswirkungen auf die Sicherheit des Nachwuchses hat. Durch teilweise recht intensive sportliche Aktivitäten der Jugendlichen bestehe die Gefahr, dass spielende Kinder überrannt oder durch Fußbälle getroffen werden. Weiterhin bemängelten einige Eltern, dass sich auf Teilen des Spielplatzes in den warmen Sommermonaten junge Erwachsene zum Biertrinken und Feiern treffen. Unrat, leere Flaschen und vor allem Glasscherben stellen damit eine weitere Gefährdung für die kleinen Besucher dar.

Kinder und Eltern wünschen sich Änderungen für die Zukunft

Ein zusätzlicher Punkt, in dem sich Kinder und Eltern für die Zukunft eine Änderung wünschen, sind Passanten, die den Spielplatz regelmäßig als Abkürzung nach dem Einkaufen nutzen und quer über die Spielflächen gehen. Wichtig war allen Beteiligten, dass die Kinder einen Platz erhalten, an dem sie ungestört und sicher spielen können.

Gemeinsam mit der GBM Gebäudemanagement und der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach (GBO) suchte die Stadtwerke Offenbach Holding daher nach Möglichkeiten, die vorhandenen Spielflächen besser und kindgerechter zu gestalten. Die GBO, welche Häuser in der unmittelbaren Nachbarschaft betreut und vor Jahren den anliegenden Spielplatz übernahm, bot ihre Unterstützung an. Im September des vergangenen Jahres luden die Initiatoren zu einem bunten Kinder- und Anwohnerfest. Vor allem mit den Kindern und Eltern aus der Gegend wurden gemeinsame Ideen gesammelt, wie der Spielplatz künftig besser gestaltet werden kann. Die Kinder waren aufgerufen, ihre Wünsche und Vorstellungen über einen Spielplatz mittels Mal- und Bastelarbeiten zu äußern.

Die Ergebnisse der Ideenfindung tragen nun Früchte. In einer ersten Umbaumaßnahme werden ab kommender Woche einzelne Punkte umgesetzt. Eine erste Änderung besteht in der Entfernung der Tore des Bolzplatzes, die gegen ein neues Spielgerät speziell für jüngere Kinder ersetzt werden. Zunächst übernimmt die SOH den Erdaushub. Im Anschluss daran wird das neue Spielgerät durch die GBM aufgebaut und die entnommene alte verdichtete Erde gegen sicheren Fallschutzsand ausgetauscht. Die abgebauten Tore werden auf einem Bolzplatz in Lauterborn wieder installiert.

GBO beabsichtigt einen neuen Zaun zu errichten

Darüber hinaus beabsichtigt die GBO, einen neuen Zaun zu errichten. Durch diesen wird der Spielplatz künftig nur noch über Hermannstraße zugänglich und damit für Passanten und Einkäufer uninteressant. Auch wird der Aufenthalt in nicht einsehbaren Bereichen durch die Umbauten vermieden. Wärend der etwa zweiwöchigen Umbauarbeiten ist der Spielplatz für Besucher gesperrt. Mitte August wird er sich dann mit neuem Gesicht präsentieren und den Kindern wieder mehr Raum für Spiel und Spaß bieten.

Das stadtkonzernweite Projekt „Besser leben in Offenbach“ startete im Herbst 2007. In ihrem Bemühen um eine gemeinsame Aufwertung des Stadtgebiets bündeln Stadtverwaltung und SOH ihre Aktivitäten in Offenbach. Bei einer Vielzahl der Projekte werden Offenbacher Bürger eingebunden, um sich aktiv an den Aktionen zu beteiligen.

Bis heute haben sich die Teilnehmenden in vier Stadtquartieren – der östlichen Innenstadt, Teilen der zentralen Innenstadt sowie den Stadtteilen Nordend und Lauterborn – nachhaltig für mehr Sauberkeit und Bürgerengagement eingesetzt. Seit Frühjahr 2011 ist nun der Bereich südlich des Hauptbahnhofs als fünftes Quartier im Fokus der Projektverantwortlichen.

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