Auf ungewohnten Wegen

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Barbara Broja-Mücke baute mit der Klasse 8aR einen Fühl-Parcours auf.

Rumpenheim - Endlich vorbei! Viele Jugendliche können’s kaum erwarten, der Schule und den Lehrern den Rücken zu kehren - natürlich mit einem adäquaten Abschlusszeugnis. Von Martin Kuhn

Bei den Haupt- und Realschülern, die nun die Ernst-Reuter-Schule verlassen haben, dürfte es nicht anders sein. Allerdings ändern sich Blickwinkel schnell, weiß Leiter Bruno Persichilli von vielen ehemaligen Schülern.

Kaum hat man die Schulzeit hinter sich, sehnt man sich nach den unbeschwerten Tagen der Schule zurück“, sagte er bei der Verabschiedung. „Ihr lasst Vertrautes und Gewohntes hinter euch, Neues kommt auf euch zu: neue Anforderungen, neue Bekanntschaften, neue ungewohnte Wege. Von euch wird nun mehr Selbstständigkeit erwartet, nutzt die Chancen, die sich euch bieten, freut euch auf die neuen Herausforderungen.“ Die beinahe staatsmännische Botschaft: „Ergreift die sich bietende Chancen.“

Rania Baaour gewährte einen Blick in künftige Modewelten.

Vor der Zeugnisübergabe durften die Abgänger aber noch einmal an der Rumpenheimer Einrichtung feiern. Beim Ernst-Reuter-Schulfest spielte sogar das Wetter mit - zur Erleichterung der Organisatoren. Die hatten alle Attraktionen und Spiele ins Freie gelegt. So konnten das Bühnenprogramm und alle Spielangebote wie geplant unter freiem Himmel stattfinden. Das vielfältige Programm bot Tänze, Sketche, Musical, Theater. Begeistert folgten die Zuschauer bei den vielen Tänzen der Grundschulkinder und gingen mit auf die Reise nach China, Afrika, Amerika und Israel.
Zwei Mütter „entführten“ die Zuschauer schließlich nach Mexiko. Mit ihren beiden Mädchen zeigten Lucia Hildebrand Mendez und Luz Maria Cardenaz de Toston Cardenal die Tänze „No rompas mas mi corazón“ aus dem Norden und „El Jarabe Tapatio“ aus dem Westen von Mexiko. Es folgte die Schulband, die beschwingt und rockig aufspielte. Ein weiterer Höhepunkt des Programms war zweifellos die Modenschau, die die Elternbeiratsvorsitzende Patricia Strohl mit der Lehrerin Christine Obert und den Klasse 6a und 9bR vorbereitet hatte.

Mit der Modenschau wurde das Motto des Schulfestes augenfällig versinnbildlicht: „Die ERS auf einer Zeitreise“. In liebevoll zurecht gemachten Kostümierungen und Verkleidungen präsentierten die jungen Leute die Mode von der Steinzeit über die Ägypter und Römer bis zum Mittelalter und der Neuzeit. Auch ein Ausblick in die Zukunft fehlte dabei nicht. Den Abschluss des Bühnenprogramms bildete Elke Albert von der TSG Bürgel, einem der Kooperationspartner der ERS, mit der Tanz-AG der Grundschule.

Während des Bühnenprogramms wurden parallel auf dem Schulgelände Spiele angeboten, die ebenfalls die Kinder mit auf eine Zeitreise nahmen: So konnte man sich auf die Suche nach Fossilien begeben und seinen Durst mit Cocktails aus der Vergangenheit löschen, um dann Märchenspiele zu erleben, die einen in vergangene Zeiten versetzten. Aber es gab auch moderne Spielvarianten wie einen Sinnesparcours oder Quiz- und Fragespiele am PC. Nicht fehlen durften die Dauerbrenner wie Dosenwerfen und die Schokokuss-Wurfmaschine. Wer von all diesem Trubel genug hatte, konnte sich in den ruhigen Bereich der Garten-AG zurückziehen. Hier erwarteten die Gäste von Johannes Mäde und seinen Kindern selbst herangezogene Tomatenpflanzen, Salate und Blumen sowie Küchenkräuter zum Mitnehmen.

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