Unter dem neuen Logo vereint

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Ein Techniker befestigt das neue Logo der Bank an einer Commerzbank-Filiale.

Offenbach ‐ Commerzbank und Dresdner Bank in der Region wachsen weiter zusammen und stehen jetzt unter einer gemeinsamen Leitung. An beiden Filialen in Offenbach sind die neuen Logos angebracht worden. Von Marc Kuhn

Die Mitarbeiter der Dresdner-Bank-Niederlassung an der Frankfurter Straße ziehen in die Dependance der Commerzbank an der Ecke Kaiserstraße/Berliner Straße. Der Zeitpunkt für den Wechsel stehe aber noch nicht fest, sagte Jens Häfker, der gestern die Leitung des Bereichs Privat- und Geschäftskunden in der Region Offenbach übernommen hat. Zunächst müsse die Zusammenführung der Datensysteme abgeschlossen werden, erklärte Commerzbank-Sprecherin Marion Denner. Dieser Vorgang solle Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein. Die beiden Filialen in Offenbach werden von Karlheinz Schäfer geleitet.

In der Stadt kümmern sich etwa 50 Mitarbeiter um fast 20 000 Kunden. In der Region betreuen 122 Angestellte knapp 54 000 Kunden. Im Zuge der Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank sollen hier keine Jobs abgebaut werden. Das sei ganz klar, erklärte Klaus Kahlert, der seit gestern für das Geschäft mit den mittelständischen Firmenkunden zuständig ist. „Wir wollen wachsen in der neuen Bank.“ In seinem Zuständigkeitsbereich wird das Team, das etwa 800 Firmenkunden betreut, sogar um zwei auf 14 Mitarbeiter aufgestockt. Bundesweit streicht das fusionierte Institut bis 2013 rund 6 500 Arbeitsplätze.

Am Markt als eine Bank wahrgenommen werden

Auch die Geschäftsstellen in Hanau erhalten die neuen Logos. Zudem werden aus vier Niederlassungen drei. Die Mitarbeiter aus der Commerzbank-Filiale an der Nürnberger Straße ziehen in die Räume der Dresdner Bank am Markt um. Erhalten bleibt die Dependance der Commerzbank an der Herrnstraße. Das neue Markenzeichen wird auch an der Dresdner-Filiale in der Fußgängerzone angebracht. Damit sei die neue Commerzbank gut im Stadtbild vertreten, sagte Häfker. Den Kunden stehe das gesamte Angebot einer Großbank zur Verfügung. Zur Region Offenbach zählen bei der Commerzbank auch die Filialen in Mühlheim, Dörnigheim und Gelnhausen, die ebenfalls das neue Logo erhalten. Bundesweit stellt die Commerzbank zunächst alle Niederlassungen der Dresdner Bank und große eigene Standorte auf die gemeinsame Marke um. Insgesamt bekommen mehr als 1 200 Filialen das gemeinsame Logo.

„Wir wollen am Markt als eine Bank wahrgenommen werden“, erläuterte Häfker. Für die Kunden solle „der Betreuungswechsel so gering wie möglich gehalten werden“, sagte Kahlert. Für sie ändere sich im Zuge der Fusion relativ wenig.

Kahlert, der für Unternehmen ab einem Umsatz in Höhe von 2,5 Millionen Euro im Jahr zuständig ist, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Geschäftsverlauf in Offenbach in diesem Jahr. Und er geht davon aus, dass diese Entwicklung weiter anhält. 33 neue Firmenkunden seien gewonnen worden. Die Nachfrage nach Krediten sei um fünf Prozent gestiegen. Von einer Kreditklemme könne keine Rede sein, berichtete Kahlert. Die Commerzbank hat dem Mittelstand nach seinen Worten in Deutschland zusätzlich fünf Milliarden Euro für Kredite zur Verfügung gestellt. Für Firmen in Hessen stünden 500 Millionen bereit.

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