Unterstützung für freiwillige Rotkreuz-Basis

Sylvia Howe steht seit vergangenen Sommer den Ehrenamtlichen beim DRK mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Holzamer

Offenbach - Die stolze Zahl von 18 000 Fördermitgliedern, 600 ehrenamtlich Aktive und 470 hauptamtliche Mitarbeiter, alle verteilt auf 19 Ortsverbände - damit ist der Kreisverband Offenbach des Deutschen Roten Kreuzes der größte in Hessen. Und auch wirtschaftlich stehen die Offenbacher wieder besser da.

Nachdem der Kreisverband noch vor drei Jahren finanziell sehr gebeutelt war, schreibt man in der Zentrale im Spessartring derzeit wieder schwarze Zahlen.

Das brachte dem Vorstand die nötige Luft, um sich neuen und längst fälligen Themen zu widmen, die den Verband beschäftigen. Eines davon ist das Ehrenamt. Zwar stellt dieses die Basis für die Arbeit des Sozialverbands, jedoch gab es bislang gerade hier Defizite. „Auf dem Gebiet waren wir in den vergangenen Jahren stehen geblieben“, sagt DRK-Kreisbereitschaftsleiterin Bettina Schleidt. Um die ehrenamtliche Arbeit künftig zu unterstützen und weiter zu stärken, beschloss der Vorstand im vergangenen Jahr die Einführung der sogenannten Servicestelle Ehrenamt.

Zusätzliches Personal war schnell gefunden. Seit Juni steht Sylvia Howe den ehrenamtlichen Helfern in den Ortsvereinigungen mit Rat und Tat zur Seite. Ob mit dem Entwerfen von Spendenbriefen zur Hundertjahrfeier einer Gruppe, Öffentlichkeitsarbeit und der Hilfestellung bei der Betreuung des Schulsanitätsdienstes: Bei Bedarf ist die 32-jährige Diplom-Soziologin zur Stelle, um die Ehrenamtlichen, die oft neben ihrem Beruf nur über wenig Zeit verfügen, zu entlasten. „Gerade tagsüber und unter der Woche können sich die wenigsten Zeit freischaufeln, um sich beispielsweise im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz zu engagieren“, weiß Sylvia Howe.

Probleme gebe es oft auch mit dem Arbeitgeber. Zwar sei dieser gesetzlich verpflichtet seine Mitarbeiter im Einsatzfall freizugeben. Jedoch trauten sich viele Rettungsdienstler aus Angst vor dem Verlust ihres Jobs nicht, allzu heftig auf ihr Recht zu pochen. Zudem erlaube die zunehmende Arbeitsbelastung durch Rationalisierung am Arbeitsplatz den Helfern oft gar kein Fehlen. Unterstützung bekommen die Ortsvereinigungen auch bei der Akquirierung von Fördermitteln, denn: „Ehrenamt ist weder umsonst, noch kostenlos“, sagt Sylvia Howe.

Auch Nichtmitglieder können sich bei der Servicestelle über die Arbeit beim DRK informieren. Ist das Interesse geweckt, stellt Sylvia Howe auch gleich den Kontakt her.

Servicestelle Ehrenamt: Sylvia Howe

069/85005-302

Fax 069/85005-120

E-Mail: sylvia.howe@drk-of.de

Internet: http://www.drk-of.de

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