Hans-Ulrich Schmidt

Strafanzeige gegen den Ex-Klinikchef

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Offenbach - Die Stadt fährt schwere Geschütze gegen den ehemaligen Klinikum-Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt auf. Wie man im Rathaus bestätigt, hat der Magistrat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, Strafanzeige wegen Untreue gegen Schmidt zu stellen.

Der Vorwurf: Der Klinikchef und damalige Präsident des Lions-Clubs Offenbach-Lederstadt soll Bewirtungskosten für zwei Lions-Veranstaltungen im August 2010 und im Januar 2011 zu Lasten des Krankenhauses abgerechnet haben. Zwar seien die Beträge – insgesamt soll es sich um etwas mehr als 12.000 Euro handeln – mittlerweile durch Schmidt beziehungsweise den Lions-Club beglichen worden, so dass man letztlich nicht mehr von einem Schaden sprechen könne. Doch das sei rechtlich nicht relevant, ändere nichts an dem Verdacht eines strafrechtlichen Tabestands, heißt es. Wegen des angelaufenen Verfahrens will niemand in der Stadtregierung offiziell zu dem Fall Stellung nehmen.

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Der Magistrat hatte sich im August 2011 per Auflösungsvertrag von Hans-Ulrich Schmidt getrennt. Er stand mehr als acht Jahre an der Spitze des Klinikums und gilt für viele in der Politik mittlerweile als einer der Verantwortlichen für dessen finanzielle Talfahrt. Seinen Abgang ließ sich Schmidt indes versüßen: Laut städtischem Beteiligungsbericht betrug seine Abfindung inklusive letztem Jahresgehalt 385.000 Euro. 

nn

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