Verbände ziehen an einem Strang

Offenbach - (ku) Die Verschmelzung der Landesverbände zum Bundesverband der Schuhindustrie hat die Branche gestern mit Gästen bei einem Festakt im Offenbacher City Tower gefeiert.

Bereits am 1. Januar hatte sich der Hauptverband der Deutschen Schuhindustrie mit den Verbänden aus Bayern und Rheinland-Pfalz sowie dem vereinigten Verband, dem Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg angehörten, zusammengeschlossen, wie der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands, Manfred Junkert, unserer Zeitung sagte. Mit dem Schritt sollten Synergieeffekte erzielt werden. Zudem gehe es darum, gegenüber der Politik in Berlin und Brüssel „besser auftreten zu können“. Die Branche wolle ihre „Schlagkraft erhöhen“. Darüber hinaus sollten interne Abstimmungsprozesse beschleunigt werden, erklärte Junkert. Sitz des Verbands, der im April in die Berliner Straße umgezogen war, bleibt Offenbach.

Bei einem Symposium anlässlich der Verschmelzung erklärte Bernd Lochschmidt von der Gesellschaft für Konsumforschung, die Kaufkraft sei in Deutschland von 2000 bis 2008 um 22,8 Prozent gestiegen. Im Schnitt habe jeder im vergangenen Jahr fast 18 800 Euro in der Tasche gehabt. Allerdings sei die Kaufkraft für Schuhe in dem Zeitraum um 28 Prozent gesunken. „Das ist extrem“, sagte Lochschmidt.

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