IHK und FDP für Verkauf des Klinikums

+

Offenbach - Während sich die IHK-Vollversammlung mit großer Mehrheit für den Verkauf des Klinikums ausgesprochen hat, wirft die ebenfalls einen Verkauf favorisierende FDP angesichts der jüngsten Zahlen zum Krankenhaus der Stadtregierung vor, die Öffentlichkeit täuschen zu wollen.

Zum Verkauf des Klinikums gebe es keine Alternative, erläutert IHK-Chef Alfred Clouth die Haltung der Kammer. Es sei aber unseriös, die Privatwirtschaft von vornherein als schlechtere Lösung zu verurteilen. Das Klinikum, so Clouth, solle als Maximalversorger erhalten bleiben. Die bestehenden Spezialgebiete müssten im Verbund und nicht in Konkurrenz zu den anderen Maximalversorgern in der Region weiter ausgebaut werden.

Alles zum Thema Klinikum Offenbach lesen Sie im Stadtgespräch

Die FDP kritisiert, dass Magistrat und Koalition bis in den Januar hinein kein „ungeschminktes Bild“ der finanziellen Situation gezeichnet hätten. Ziel sei gewesen, den Bürgern weiszumachen, dass das Klinikum in kommunaler Hand auf einem guten Weg sei. „Damit wollte die Koalition populistisch den schwarzen Peter für die Privatisierung der Kommunalaufsicht in die Schuhe schieben“, sagt Fraktionschef Oliver Stirböck. Wie sich nun zeige, habe es 2012 statt 16,4 Millionen mehr als 19 Millionen Euro Defizit gegeben. „Die schwarze Null und die kommunizierten 1,7 Millionen Euro Überschuss ab 2015 waren eine öffentlichkeitswirksame Luftnummer“, so Stirböck.

nn

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare