Vermarktung des Hafengeländes

Erschließung in einem Rutsch

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Das Hafengelände: Unten und in Schwarz-Weiß ist der planerisch fertiggestellte erste Bauabschnitt zu sehen. Farblich hervorgehoben ist, was weiter westlich wegen der gut laufenden Vermarktung jetzt in einem erschlossen werden soll.

Offenbach - Weil’s mit der Vermarktung so gut läuft im Offenbacher Hafengelände, haben städtische Mainviertel GmbH und Stadt beschlossen, bei der Erschließung des neuen Quartiers auf die Tube zu drücken. Von Matthias Dahmer

Der erste Bauabschnitt, der von der Carl-Ulrich-Brücke bis zur Achse Taunusstraße und westliches Ende der neuen Hochhäuser am Main reicht, ist aus Sicht der städtischen Planer so gut wie abgeschlossen. Der Rest, von der Taunusstraße bis zur Achse Ludwigstraße/Hafenspitze, soll in einem Rutsch erschlossen werden. Gleichzeitig wird wegen der erfolgreichen Vermarktung auf einen dritten Bauabschnitt verzichtet. „Der Verkauf weiterer Grundstücke aus dem zweiten Bauabschnitt steht bevor“, kündigt Mainviertel-Geschäftsführerin Daniela Matha an, ohne freilich Details nennen zu wollen. Nur soviel: Es soll sich um einen einzigen großen Investor handeln. Das beabsichtigte Vorgehen bei der Schaffung der Infrastruktur für das komplette restliche Hafenareal, so Matha, eröffne mehr Flexibilität bei der Vermarktung.

Zur anstehenden Erschließung des insgesamt 256.000 Quadratmeter großen Hafengeländes gehören neben der Verlängerung der Hafenallee und der Anlage öffentlicher Grünflächen auch der Bau von zwei Brücken über das Hafenbecken. Eine Fußgängerquerung und – weiter westlich zum Ende der Hafeninsel hin – eine Autobrücke.

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Deren Wichtigkeit betont Oberbürgermeister Horst Schneider: „Damit bleiben die neuen Anwohner am Anfang der Hafeninsel von Baufahrzeugen verschont.“ Insgesamt, sagt Daniela Matha, wird die Erschließung 61 Millionen Euro kosten. Zwölf Millionen davon sind bereits ausgegeben, so dass die nun anstehenden Vorhaben 49 Millionen verschlingen werden.

Die sich an die bereits stehenden Wohnhochhäuser anschließende westliche Bebauung wird eine Mischung aus Wohnungen und einem Lärm abhaltenden Gewerberiegel entlang des Mains. Was die Entwicklung entlang des Nordrings angeht, hofft Daniela Matha unverdrossen auf einen Neubau der Hochschule für Gestaltung. Die entsprechenden Grundstücke würden freigehalten, ein Entscheidung des Landes für einen HfG-Neubau im Hafen werde für das nächste Jahr erwartet.

Fest zur Eröffnung der Hafentreppe

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