Wochen- und Monatskarten nur noch mit „eTicket“ erhältlich

Verwirrung am RMV-Automaten

Frankfurt/Offenbach - Überrascht waren manche Kunden des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), die sich jetzt eine neue Monatskarte kaufen wollten. Seit dem 1. Januar lassen sich Wochen- und Monatskarten am Automaten größtenteils nur noch mit einem „eTicket“ kaufen. Von Peter Schulte-Holtey 

Dies ist eine Plastikkarte, die praktisch den Schlüssel zum Kauf dieser Zeitkarten am Automaten darstellt. Was sollte bei diesem „eTicket“ beachtet werden? Nachgefragt bei RMV-Sprecher Sven Hirschler:

Offenbar gab es viele Beschwerden von RMV-Kunden, die sich nicht ausreichend informiert sehen.

Trotz aller Bemühungen ist es uns leider nicht immer möglich, alle Fahrgäste rechtzeitig mit Informationen zu erreichen. Wir haben unter anderem bereits Anfang 2015 begonnen, auf die Umstellung hinzuweisen. Seit Anfang November informieren wir regelmäßig über die Presse, ebenso auf www.rmv.de. Es gab ein Gewinnspiel, eine Schokoverteil- und Infoaktion am 15. Dezember in den S-Bahnzügen. Seit Anfang Dezember gibt es Aufkleber an den Automaten. Um wirklich alle Fahrgäste noch zu erreichen, werden jetzt Serviceteams an den Bahnhöfen unterwegs sein.

Was hat sich nun zum 1. Januar genau geändert?

Die Wochen- und Monatskarten sind an den Fahrkartenautomaten der DB nicht mehr in Papierform erhältlich. Die Kunden brauchen die neue Chipkarte, auf die die Zeit-Tickets geladen werden. Diese Chipkarte ist in den Verkaufsstellen mit dem „eTicket“-Logo erhältlich und kostenfrei. Die Liste aller Vertriebsstellen finden Kunden übrigens auf www.rmv.de.

Warum wurde umgestellt?

Für den Fahrgast ist das „eTicket“ zuerst einmal fälschungssicher, deutlich haltbarer als ein Papierfahrschein und als Mobilitätskarte nicht einfach nur Bus- und Bahnfahrkarte sondern zugleich Auto- und Fahrradschlüssel, perspektivisch auch Parkkarte.

Wo wird das „eTicket“ jetzt beim RMV eingesetzt?

RMV-Zeitkarten - also Wochen-, Monats- und Jahreskarten - gibt es als „eTicket RheinMain“. Ausnahmen gibt es zum Beispiel noch beim Busfahren. Dort gibt es Wochen- und Monatsfahrkarten weiter in Papierform.

Beispiele aus dem neuen RMV-Preissystem

Wo gibt es das „eTicket“?

Die Chipkarte bekommt man an den entsprechenden Verkaufsstellen, die eigentliche Fahrkarte auch dort - beziehungsweise an den Fahrkartenautomaten der DB.

Welche Daten sind auf dem Chip gespeichert?

Zunächst lediglich die Fahrberechtigung, also die freigegebenen Tarifgebiete und die zeitliche Gültigkeit. Bei persönlichen Tarifprodukten, wie zum Beispiel der persönlichen Jahreskarte oder der 65-plus Jahreskarte und der CleverCard sind zusätzlich der Name des Inhabers in maskierter Form sowie das Geburtsdatum und das Geschlecht gespeichert.

Und was geschieht, wenn ich die Plastikkarte verliere?

Haben Kunden ihr „eTicket RheinMain“ auf „meinRMV“ registriert, können sie die Chipkarte direkt online sperren und erhalten per Post eine Ersatzchipkarte. Soll es schneller gehen, gibt es an der Vertriebsstelle eine Ersatzchipkarte. Haben sie ihre Chipkarte nicht registriert, erhalten sie gegen Vorlage des Belegs, den sie bei der Erstausgabe Ihrer Chipkarte erhalten haben, Ersatz bei der Vertriebsstelle. Das verlorengegangene „eTicket“ wird gegen Gebühr gesperrt.

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare