CDU-Vize sieht Finanzierung gefährdet

Verzögert neue Halle den Kaiserlei-Umbau?

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Die Simulation des Stadtplanungsamts zeigt, wie der Verkehr künftig über einen Autobahnknoten (ampelgesteuert; oben) und eine regionale Tangente (verlängerte Berliner Straße im Süden) verlaufen soll. Die neue Halle und der dadurch verursache Verkehr westlich des heutigen Kreisels stellen eine schwer planbare Variable dar.

OFFENBACH - Das von der Stadt Frankfurt forcierte Projekt einer Mehrzweckhalle im Kaiserlei sorgt weiter für Zündstoff.

Die vom Frankfurter Sportdezernenten Markus Frank geäußerte Forderung, den von den Offenbacher Fachämtern geplanten Kreiselumbau den Bedürfnissen einer Multifunktionshalle anzupassen, interpretiert der Offenbacher CDU-Fraktionsvize Roland Walter als Einflussnahme seitens der Stadt Frankfurt. „Der Frankfurter Planungsdezernent fordert die Offenbacher Behörden auf, die Planungen seinen Interessen anzupassen“, kritisiert Walter.

Presseveröffentlichungen zufolge hoffe Frankfurt weiterhin, noch in diesem Jahre den Bau der geplanten Halle an der Stadtgrenze ausschreiben zu können. „Dass Frankfurt die Ausschreibung bereits in 2013 starten wird, kann und muss als sicher vorausgesetzt werden. Genauso wie beim Bau der neuen Mainbrücke Ost wird der große Nachbar im Westen kaum Rücksicht auf die Belange Offenbachs und die Hoffnungen von Oberbürgermeister Horst Schneider nehmen.“

CDU-Vize Roland Walter sieht Finanzierung gefährdet

Aus Sicht Walters blockieren die Hallenpläne den Umbau des Kreisels, da Offenbach den Geldgebern – Bund und Land – gegenüber nicht deutlich machen könne, dass dann die Kreuzungslösung noch funktioniert, auf welcher die Beantragung der Zuschüsse basiert. „Genau hier liegt das Problem, da Offenbach die formalen Voraussetzungen für die Bezuschussung zu schaffen hat.“ Dabei stellt Walter den Sinn der neuen Halle infrage: „Frankfurt schafft damit Konkurrenz für Offenbacher Veranstaltungsstätten wie der Stadthalle oder jetzt auch das Kickersstadion. Warum soll Offenbach daher deren Bau auch noch fördern? Wir lehnen sie ab!“

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Walter fragt auch nach den Mehrkosten, die eine Anpassung des Verkehrskonzeptes verursache: „Abgesehen davon, dass schon aufgrund der ausstehenden Finanzierungszusagen Verzögerungen beim Umbau eintreten, müssen die bisherigen Planungen auch aus überregionalen Gesichts-punkten überarbeitet werden.“ Oberbürgermeister Horst Schneider sei in der Bringschuld, diese und andere Fragen „verlässlich“ zu beantworten. 

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