Viel Programm für Senioren

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Aktiv im Alter ist nicht nur, wer Sport treibt.

Offenbach - Was wünschen sich ältere Offenbacher? Sie wünschen sich zum Beispiel eine Plattform, die sie über Mitmachangebote informiert oder darüber, wo und wie sie sich engagieren können. Von Katharina Hempel

Das ergab eine Befragung des Engagement-Netzes Offenbach, ein Zusammenschluss aus Stadt, Kirchengemeinden, in der Seniorenarbeit tätigen Vereinen und Wohlfahrtsverbänden.

Eine große Auswahl an Möglichkeiten für Senioren stellt die Themenreihe „Aktiv älter werden - Neue Altersbilder“ vor. Dazu hat das Engagement-Netz für die Monate Mai bis Oktober ein Programm mit 15 Terminen zusammengestellt. Schwerpunkte: Begegnung von Jung und Alt, Kreativität und Musizieren, Ehrenamt.

„Das Jahr 2012 hat die Europäische Union zum ,Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen’ ausgerufen“, berichtet die städtische Altenplanerin Heidi Weinrich. „Das haben wir zum Anlass genommen, uns Gedanken zu Maßnahmen und Projekten zu machen, die Engagement und Zufriedenheit im Alter gewähren.“ Dass die Zielgruppe groß ist, beweist ein Blick in die Statistik: Vergangenes Jahr zählte mehr als die Hälfte aller Offenbacher (55,2 Prozent) 54 Jahre und mehr.

Koordiniert wird das Engagement-Netz vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Dessen Regionalgeschäftsführerin Sybille Stallmann-Beseler beschreibt die Aufgaben des Netzwerks: „Wir befassen uns mit der Aktivierung und der Partizipation von Älteren.“ Dazu gehöre, die Bevölkerung darauf aufmerksam zu machen, wie wertvoll und wichtig aktives Altern sei, und eine Debatte anzuregen, was Senioren für die Gesellschaft bedeuten. Ein drittes Ziel sei es, Altersdiskriminierung zu bekämpfen und Altersklischees zu überwinden.

Daran orientiert sich auch der Vortrag von Dr. Günter Dill. Der Politikwissenschaftler referiert bei der Auftaktveranstaltung am Freitag, 11. Mai, 18 Uhr, im Rathaus über neue Altersbilder. „Viele operieren im Alltag mit einer Reihe von Klischees von älteren Menschen und bemerken es gar nicht. Ein Beispiel ist das Sprichwort ,Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr’. Das kann durchaus diskriminierend sein“, so Dill. Im Anschluss an seinen Vortrag berichten engagierte Senioren und ein junger Mann über ihre Vorstellungen vom Altern und ihre Wege des Älterwerdens.

Das Programm von „Aktiv älter werden – Neue Altersbilder“ in Ausschnitten:

• Kinder suchen Patengroßeltern: Informationsnachmittag am Mittwoch, 9. Mai, 16.30 Uhr, im Caritashaus St. Josef (Eingang: Kaiserstraße 69).

•Was tun? Engagiert für Senioren: Offenbacher Organisationen und Einrichtungen stellen Gebiete vor, auf denen sich Senioren engagieren können. Donnerstag, 24. Mai, 14 Uhr, Rathausfoyer (Berliner Straße 100).

• Mitmachnachmittag der Seniorenhilfe: Montag, 2. Juli, 15 Uhr, im Else-Hermann-Haus (Hessenring 59).

• Aktionstag „Aktiv älter werden“: Samstag, 1. September, 11 Uhr, Hugenottenplatz.

• Jugend ohne Schulden - Senioren als Freiwillige in der Schuldenprävention: Informationsnachmittag am Mittwoch, 12. September, 14 Uhr, in der Schlosskirche (Arthur-Zitscher-Straße 13).

• Alter(n) in unseren Religionen – Alte in Thora, Koran und neuem Testament: Vortrag am Sonntag, 7. Oktober, 14 Uhr, im Katharina-von-Bora-Haus (Kirchgasse 17).

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