Viele Neuerungen im 11. Jahr

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Die Besucherzahlen belegen, dass das Ring-Center-Konzept stimmig ist. Durchschnittlich 11 736 Kunden besuchen die Geschäfte am Odenwaldring täglich. Aufs Jahr hochgerechnet ergibt das die stattliche Zahl von rund 3,5 Millionen Besuchern.

Offenbach - Kunden, wie die Zeit vergeht: Das Ring-Center öffnete vor zehn Jahren seine Türen. Zum runden Jubiläum verspricht Manager Michael Relic ein „Gesamtpaket als Dankeschön“. Es ist eine Geburtstagsfeier mit 15 Monaten Vorlauf. Von Martin Kuhn

So lange dauern bereits die Planungen für einschneidende Veränderungen. Am Odenwaldring werden gut sechs Millionen Euro in die Hand genommen, um das Center für künftige Kundenströme zu rüsten - und zwar bei laufendem Geschäft. Es müssen nicht die letzten Baumaßnahmen auf dem ehemaligen Gelände von Stahlbau Lavis sein.Michael Relic sagt: „Das Ende der Fahnenstange ist damit noch nicht erreicht.“

Viel konkreter wird der 39-Jährige allerdings nicht, erinnert in seiner Aussage an Politikersätze: „Es gibt viele Ideen und Planungen.“ Eine Möglichkeit, die sich für viele Offenbacher geradezu aufdrängt: Das gut 4000 Quadratmeter Eckgrundstück am Odenwaldring / Ecke Senefelderstraße wirkt wie ein falsch angelegtes Puzzleteil auf dem 70 000-Quadratmeter-Areal. Die Wohnhäuser an dieser Hauptverkehrsachse sind entmietet, der Grund gehört der Stadt.

Relic: „Punkt. Mehr gibt’s nicht zu sagen.“ Auch nicht zu den Spekulationen, dass dort ein toom-Getränkemarkt entstehen soll. Immerhin sagt Michael Relic: „Wir würden gern noch weitere Verkaufsflächen schaffen.“ Und damit letztlich weitere Arbeitsplätze. Das Ring-Center ist seit Eröffnung auf der alten Industrie-Brache zu einem mittleren lokalen Job-Motor geworden. Aktuell zählt der Centermanager mehr als 500 Beschäftigte. Hinzu kommen diverse Aufträge an Dienstleister und Handwerker, die das Ring-Center nach Worten des Managers stets in der näheren Umgebung sucht und findet. Die Begründung: „Schließlich geben diese Leute ihr Geld auch wieder bei uns aus.“

Das können sie auf annähernd 30 000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Im Laufe der Jahre wurde immer wieder „Verkaufsfläche optimiert, Angebote aktualisiert und vervielfacht“. Derzeit bauen Handwerker das toom-SB-Warenhaus um. Der Markt wird nach den neuesten Erkenntnissen modernisiert und ermöglicht den Kunden „kürzere und effizientere Einkaufswege“. Das hört sich gut an, verwirrt aber einige Hausmänner und -frauen. Relic beruhigt bereits: „Das Sortiment bleibt, lediglich die Regalität ändert sich.“ Dabei besinnt man sich aufs Kerngeschäft, gibt 1500 der 8000 Quadratmeter Ladenfläche ab.

Platz für Veränderungen

Das schafft Platz für weitreichende Veränderungen im Center. Neben dem Einkaufsmarkt entsteht eine so genannte Future-Store-Apotheke, die von der Größe her, „nur noch einmal deutschlandweit zu finden sein wird“. Auf etwa 1000 Quadratmetern bietet die Apotheke ein Kosmetikstudio mit vier Kabinen, eine Parfümerie sowie eine medizinische Fußpflege. Dazu kommt die Poststelle, die ebenfalls in der exklusiven Apotheke beheimatet sein wird. Die jetzigen Räumlichkeiten der Apotheke werden sich zukünftig Ernsting's Family und ein Blumenladen teilen.

Ebenfalls neu: Mit einem DM-Drogeriemarkt auf gut 1 100 Quadratmeter Verkaufsfläche erfüllt das Ring-Center vorrangige Kundenwünsche. Einer Umfrage zufolge wünschten sich mehr als ein Drittel aller Besucher eine Drogerie. Mode (Street One) verdrängt Sparkasse und Ticket-Shop, ein Optiker kommt neu in den Odenwaldring, heiße Theke und Konditorei werden bis zum Parkplatz hin vergrößert und geöffnet - ähnlich wie das italienische Eiscafé. Auch am gegenüberliegenden Eingang tut sich etwas. Schuh- und Schlüsseldienst zieht um, den Platz übernimmt der Brezel-Bäcker Ditsch. Es entsteht eine „Ditsch-Lounge“ mit Steh-Café und Bistro-Tischen.

Natürlich gilt es bei all den Neuerungen auch Abschied zu nehmen: So verlässt der Textil-Einzelhandel Vögele zum Jahresende den Standort, ebenso cookmal, Spezialist für alles, was in die gute Küche gehört. Das alles dauert seine Zeit. Die Arbeiten im „toom“ sollen bis Ende Oktober beendet sein; im gesamten Center spätestens Februar 2010.

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