Offenbach

Viele Wege zu den Orten des Glaubens

Bei der religiösen Vielfalt, die in Offenbach durch 48 „Orte des Glauben“, also Kirchen der unterschiedlichen Konfessionen, Moscheen und einer Synagoge repräsentiert werden, ist es kein Wunder, wenn sich die Arbeitsgruppe „Orte für den Frieden“ zu einer Aktion entschließt, die das friedliche Zusammenleben der Religionen auch nach außen hin dokumentieren soll.

Offenbach - „Wir wollen als Produkt unserer gemeinschaftlichen Bemühungen eine Broschüre mit den unterschiedlichen religiösen Orten erstellen,“ erklärte Reinhold Schäfer vom Katholischen Dekanat Offenbachauf einer Pressekonferenz.

In der Begrüßung durch die Vorsitzenden des Ausländerbeirates von Stadt, Abdelkader Rafoud, und Kreis, Corrado Di Benedetto, wurde der Stolz und gleichzeitig die Sorge über ein gewaltfreies Zusammenleben in Offenbach deutlich. „Nach dem 11. November 2001, als die Angst vor der Gewalt auch hier spürbar wurde,“ sagte Rafoud, „haben wir den Arbeitskreis ‚Eine Stunde für den Frieden’ gegründet“.

Die geplante Broschüre solle die religiösen Orte in Offenbach aufführen, erklärte Di Benedetto, weil die Grenzen von Kreis und Stadt in diesem Bereich fließend seien. 25 Organisationen auf Stadt- und Kreisebene hätten sich zur Mitwirkung bereit erklärt, von den Ausländerbeiräten und den religiösen Institutionen bis zum Polizeipräsidium Südosthessen und dem Hessischen Städte- und Gemeindebund.

Die Schirmherrschaft übernehmen Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider und Landrat Peter Walter. Eine Arbeitsgruppe unter der Federführung von Claudia Pfannemüller vom Evangelischen Dekanat und Dr. Ralph Ziegler vom Forum Kultur und Sport sind für die Realisierung der Broschüre verantwortlich. Zur Mitarbeit sind alle religiösen Gruppierungen eingeladen, die einen „Ort des Glaubens“ präsentieren wollen. „Wir haben mit den interreligiösen Rundgängen bereits einen Vorlauf zu dem Thema“, sagt Dekanin Eva Reiss.

Ein Erscheinungstermin liegt noch nicht fest. Die Auftaktveranstaltung wird am Donnerstag, 12. Februar, um 18 Uhr im Stadtverordnetensaal des Rathauses sein. Professor Alfred Jacoby, Leiter des Institutes für Architektur an der Hochschule Anhalt in Dessau und Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Offenbach, spricht zum Thema „Orte des Glaubens - Orte der Begegnung - Gebäude der Religionsgemeinschaften und ihre Bedeutung für die Stadtentwicklung und -kultur“.

Präsentiert werden vier ausgewählte Orte:

Jüdische Synagoge

Yavuz Selim Moschee

Französisch-reformierte Kirche 

Katholische Kirche St. Peter

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Kontaktadresse für Beiträge zur Broschüre:

Ausländerbeirat Stadt Offenbach, Geschäftsstelle Waltraud Schäfer, 069 8065-2656, E-Mail: auslaenderbeirat@offenbach.de

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