Vielfalt aus dem Zapfwerk

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Ulrich Bruns, Geschäftsführer der Gasversorgung Offenbach, beim Fassanstich zum dritten Offenbacher Markt der Biere auf der Rosenhöhe.

Offenbach - (ddü) Kraftvoll lässt Ulrich Bruns den hölzernen Hammer auf den Zapfhahn nieder sausen, Schlag für Schlag treibt er das Metall tiefer in das Fass der Pfungstädter Brauerei. Der Geschäftsführer der Gasversorgung Offenbach macht seinen Job souverän: Schnell sprudelt der Gerstensaft in den bereit gehaltenen Bierkrug.

Mit dem Anstich wurde der 3. Offenbacher Markt der Biere auf der Rosenhöhe am Donnerstagabend offiziell eröffnet. Noch bis zum Sonntag schenken rund 40 Brauereien aus ganz Deutschland auf dem Sportgelände ihre Biere aus. „Wir haben viele Anbieter aus der Region, aber auch Brauereien aus Thüringen, Köln und dem Allgäu“, sagt Hans-Dieter Werner vom Förderverein des Tennis-Clubs Rosenhöhe, der das Fest organisiert hat. „Bei der Auswahl haben wir Wert auf eine hohe Qualität der Produkte gelegt und dafür gesorgt, dass jede Sorte nur einmal angeboten wird.“ Der Markt der Biere genieße unter den Brauereien mittlerweile einen guten Ruf, so Werner. Deshalb haben sich in diesem Jahr so viele Betriebe wie noch nie um einen Standplatz auf der Rosenhöhe beworben. Der Erlös aus dem viertägigen Bierfest soll in den Sportbereich des Tennis-Clubs fließen - vor allem die Jugend wird von der Finanzspritze profitieren.

Ein köstlicher Duft von heißen Ofenkartoffeln mit Speck und Sauerrahm weht über den Platz, im Imbiss-Wagen werden Würste und Steaks auf dem Grill gewendet und am Cocktail-Stand rotiert bereits der Shaker. Wer nach ein paar kühlen Bieren Lust auf etwas Fruchtiges verspürt, der kann hier eine säuerliche Caipirinha oder einen süßen Mai Tai kosten. Und auch wer einen edlen Tropfen dem kühlen Blonden vorzieht, sitzt auf der Rosenhöhe nicht auf dem Trockenen: An einem einsamen Weinstand zwischen all den Zapfanlagen wird der Rebensaft von Mosel und Nahe ausgeschenkt.

Im Mittelpunkt steht jedoch der Deutschen liebstes alkoholische Getränk: das Bier. Mit Beck's, Jever, Radeberger und Licher sind die Großen der Branche vertreten, aber auch der Bier Hannes aus Frankfurt, Glaabsbräu und Dom Kölsch haben ihre Stände aufgebaut. Wer einmal etwas Außergewöhnliches probieren möchte, der ist beim Zapfwerk richtig. Zwölf verschiedene Sorten sprudeln aus Europas größter Fassbier-Schankanlage, darunter Guinness und Kilkenny, sächsisches Schwarzbier und Porter aus der Lausitz mit Erdbeer- oder Kirsch-Geschmack. „Wir haben auch das weltbeste dunkle Bier im Angebot“, sagt René Henck. „Das Barock kommt aus Weltenburg, der ältesten Klosterbrauerei der Welt, die seit 1050 nach demselben Rezept braut.“ Liebhaber genehmigen sich hingegen ein Apfel- oder Pfirsich-Bier der belgischen Brauerei Lindemanns oder ein Whisky-Malt-Bier aus Frankreich.

Heute öffnen die Stände auf der Rosenhöhe um 13 Uhr, ab 17 Uhr spielt die Band „Sound Emotion“. Am Sonntag beginnt der Frühschoppen um 11 Uhr und ab 15 Uhr gibt es wieder Live-Musik.

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