Fast 90 Unternehmen sind vertreten

Vocatium kommt bei Firmen gut an

Offenbach - „Die Resonanz ist bombig“, freute sich Gertrud Hirschhäuser. „Ich finde die Messe sehr gut“, sagte die Vertreterin der Bezirksgruppe Rhein-Main-Taunus des Arbeitgeberverbands Hessenmetall, der sich erstmals mit Mitgliedsunternehmen auf der Vocatium in Offenbach engagiert. Von Marc Kuhn

Etwa 440 Schüler haben Beratungsgespräche an den Ständen von Metallfirmen wie Continental, Samson und Bosch in den Messehallen vereinbart. Die Metaller hätten durchaus Schwierigkeiten, ihre Lehrstellen zu besetzen, berichtete Hirschhäuser gestern. „Die Firmen wollen fundierte Nachwuchskräfte finden“, sagte sie. Eine Möglichkeit, den Bedarf zu decken, bildet die 6. Vocatium Rhein-Main, Fachmesse für Ausbildung und Studium, die gestern in Offenbach stattfand und heute fortgesetzt wird.

Vertreten seien 88 Aussteller, vor allem Unternehmen, aber auch Hochschulen, Verbände, Kammern und die Bundeswehr, erläuterte Claudia Merk, Projektleiterin beim Institut für Talententwicklung, das die Messe veranstaltet. Rund 3 700 Jugendliche von etwa 70 Schulen aus dem Rhein-Main-Gebiet informieren sich über berufliche Möglichkeiten. Neun Schulen aus der Stadt Offenbach sind vertreten, weitere beispielsweise aus Seligenstadt, Langen, Mühlheim, Rödermark, Rodgau und Dietzenbach.

„Berufsorientierung nach ganz oben gerutscht“

„In den Schulen ist die Berufsorientierung nach ganz oben gerutscht“, erklärte Matthias Schulze-Böing, Geschäftsführer der Mainarbeit. „Die Offenbacher Schulen sind gut aufgestellt.“ Von einer „Riesenmöglichkeit, Berufsorientierung zu betreiben“, sprach Thomas Iser, der Chef der Agentur für Arbeit Offenbach.

Das Besondere an dem Konzept der Vocatium ist, dass die Mitarbeiter des Instituts für Talententwicklung die Jugendlichen vor der Messe im Unterricht über die Angebote der Aussteller informieren und auf den Besuch der Veranstaltung vorbereiten. Die Schüler melden sich für verbindliche Beratungsgespräche bei den Unternehmen an. 54 Prozent der etwa 3 700 Schüler kommen von Gymnasien, 42 Prozent von Real- und vier Prozent von Hauptschulen, berichtete Merk. Vergleichbare Messen finden in diesem Jahr in 43 Städten in Deutschland statt.

Von einem positiven Feedback bei den Schülern berichtete Elke Trück-Eichenauer, Lehrerin an der Brühlwiesenschule in Hofheim. Es sei ganz wichtig, dass das Institut in die Schulen komme, fügte ihre Kollegin Kerstin Schubert hinzu. Dadurch wachse das Interesse bei den Jugendlichen, erklärte die Lehrerin.

Rubriklistenbild: © dpa

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