Ministerpräsident mobilisiert CDU vor Ort

Volker Bouffier zum Talk in Offenbach

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"Wir tragen und ertragen uns":Ministerpräsident Volker Bouffier und seine Frau Ursula gestern Abend in Offenbach.

Offenbach - Etwa 120 Offenbacher sind seit gestern bestens über Volker Bouffiers Privatleben informiert. Zusammen mit seiner Frau Ursula stand er im Mariensaal 20 Minuten RTL-Redakteurin Lisa Habib zu sehr Persönlichem Rede und Antwort.

Die junge Dame - als Moderatorin für Bouffiers Wahlkampftour engagiert und in dieser Rolle versiert - verstand es, dem Ehepaar auf der Bühne geschickt die Bälle zuzuspielen. Schließlich war zu erfahren, dass die Bouffiers eine ganz normale Familie sind. „Wir tragen und ertragen uns“, stellte Ursula Bouffier fest und erntete dafür jede Menge Applaus.

Den konnte ihr Mann am Rednerpult ebenso einheimsen, als er die Anwesenden auf den Wahlkampf in den verbleibenden 27 Tagen bis zum Urnengang einschwor. Auffallend dabei die Fokussierung auf die eigenen Stärken, denn „wir sind gut gewesen, wollen uns aber auf dem Erreichten nicht ausruhen“. Die Konkurrenz kam namentlich äußerst selten vor, Bouffier arbeitete sich eher an Themen ab. Dabei durfte die Schulpolitik nicht fehlen. Von einem „unspektakulären Schulanfang“ in diesem Jahr sprach er, vergaß dabei nicht den Hinweis, dass das unter Rot-Grün anders gewesen sei.

Ein Angriff auf die Mitte der Gesellschaft seien die von der Konkurrenz avisierten Steuererhöhungen, denen Bouffier eine grundsätzliche Absage erteilte, „um den erreichten Wohlstand nicht zu gefährden“. Drei Vorhaben stellte der Ministerpräsident explizit vor. Eine Schulbetreuung bis 16 Uhr sowie eine Verfassungsinitiative, mit der das Ehrenamt unter den Schutz des Staates gestellt werden soll. Und dann soll es endlich mit einer Neuregelung des Länderfinanzausgleichs klappen und Schluss sein damit, dass sich andere Länder Wohltaten wie kostenfreie Kindergartenplätze leisten, die sich Hessen nicht gönnen könne. 

fp

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