Bei Vor-Premiere viel Lob für ein gelungenes Werk

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Spaß mit KOMM-Stars: Stephanie Ludwig und Hans Dick amüsieren sich mit Danile an gerade erst eingeschalteten Wasserspielen in der Kleinen Marktstraße.

Offenbach - Gestern Abend bestaunen und loben die Geladenen bei der Vorab-Eröffnung des KOMM am Aliceplatz ein außen wie innen gelungenes Werk. Sie nicken beifällig zur Einschätzung von Rhein-Main-Niederlassungsleiter Markus Brod. Von Thomas Kirstein

Bei einem „pre-Opening konnten geladene Gäste bereits gestern Abend das neue “Kaufhaus Offenbach Main Mitte“ in Augenschein nehmen.

Brod sagt, seine Hochtief Projektentwicklung (HTP) habe auch etwas von der äußeren Erscheinung her für die Entwicklung und Attraktivität Offenbachs getan. Heute ab 9 Uhr darf sich das Volk überzeugen, dass dem Team um den Offenbacher Architekten Ulf Bambach (N+M) mit dem Einkaufszentrum KOMM tatsächlich eine architektonisch anspruchsvolle Innenstadt-Bereicherung gelungen ist.

In erster Linie ist aber nicht Begeisterung über den sich in seine Umgebung einfügenden Konusmtempel auf dem ehemaligen Offenbach-Post-Gelände das Ziel, sondern reichlich Umsatz, auch durch Kunden aus dem Umland.

Hoffnungsträger für mehr Kaufkraft in Offenbach

Beim „Pre-Opening“, das der in Offenbach geborene HR-Programmchef Jörg Bombach moderiert, hofft Oberbürgermeister Horst Schneider, dass es über das KOMM gelingt, eines Tages mehr Kaufkraft nach Offenbach zu holen, als in der Stadt vorhanden ist. Bislang fließt noch welche ins Umland ab. Schneiders Hoffnung teilen die eingesessenen Einzelhändler. Für die bestätigt Buchhändlerin und IHK-Vizepräsidentin Helma Fischer eine sehr gute Zusammenarbeit mit den KOMM-Investoren.

Überhaupt erfährt das Thema Kooperation viele Betonungen. Der OB freut sich, weil das Center nie in Konkurrenz zum vorhandenen Handel habe treten wollen und über 500 Arbeitsplätze; HTP-Manager Brod berichtet von einer konstruktiven Begleitung des 70-Millionen-Euro-Projekts seitens der Kammer und des Einzelhandelsverbands. In vielen anderen Städten, sagt er, sei es nicht der Fall, dass ein zentrales Shopping-Center derart als Chance begriffen werde.

Verkaufsoffener Sonntag

Dazu passt, dass die Eröffnung Anlass für einen gemeinsamen verkaufsoffenen Sonntag in der gesamten Innenstadt ist. Das KOMM selbst feiert seine Eröffnung mit einem unterhaltenden Programm.

Von heute an kann die Kundschaft 16.000 Quadratmeter Verkaufsfläche erobern. 93 Prozent davon sind bereits vermietet.

Auf drei ellipsenförmigen, von einem Lichtauge erhellten und sich zur Stadt hin öffnenden Ebenen sind laut Hochtief in rund 60 Shops „alle Branchen des täglichen bis gehobenen Bedarfs“ vertreten: Lebensmittel, besonders die Biokette Tegut als größter KOMM-Mieter, Drogerie und Parfümerie, Bekleidung, Haushalts- und Spielwaren, Bekleidung, Schuhe, Multimedia, Sportartikel, Bücher, Gastronomie.

M.Schneider und H&M ziehen ein

Das Offenbacher Traditions-Kaufhaus M. Schneider nutzt das Einkaufszentrum zur Erweiterung und hat sich mit einem Gerry-Weber-Shop eingemietet. Andere KOMM-Mieter wie die Buchhandlung Thalia oder H&M hinterlassen erst einmal Lücken an der bisherigen Wirkungsstätte.

Verändert hat sich auch das Umfeld. Bevor das Center an diesem Mittwochabend vorbesichtigt werden darf, erklärt der Oberbürgermeister die Große Marktstraße offiziell zur Fußgängerzone und drückt gemeinsam mit HTP-Mann Brod einen Knopf. Der setzt Wasserspiele in Gang, die ein zentrales Element der auf Hochtief-Kosten zum Platz umgestalteten Kleinen Marktstraße bilden.

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