Stadt nimmt Sondierung wieder auf

Vorarbeiten für Bombensuche an Beethovenschule

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Jetzt soll das Areal nach Weltkriegsbomben abgesucht und der Beethovenschule als Pausenfläche zur Verfügung gestellt werden

Offenbach - Die Stadt hält Wort: An der Beethovenschule geht die Suche nach Brand- und Sprengbomben auf einem derzeit abgesperrten Grundstück weiter. Danach wird die Fläche mit aufgefüllt und als naturbelassene Grünlandschaft ins Schulgelände integriert.

Damit sind letztlich die Forderungen der Initiative Beethovenschule erfüllt, die sich seinerzeit gründete, um die Freifläche für die Kinder und das Quartier zu erhalten. Einer möglichen Bebauung erteilten sie eine Absage. Auf ihrer Homepage unterschlagen sie die aktuellen Entwicklungen allerdings. Der letzte Eintrag datiert von April 2014: „Brief des OB Horst Schneider an die Schulleitung.“ Das hat sich längst erledigt mit der gestrigen Ankündigung der Stadt, auf der etwa 1200 Quadratmeter großen Fläche im Südwesten des Grundschulgeländes in den nächsten Tagen mit den Vorarbeiten zu beginnen. Dafür hat das Stadtparlament 300.000 Euro bewilligt.

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Wichtig und von Anfang an so kommuniziert: Erneute Baumfällungen sollen im Zuge der Kampfmittelsondierung vermieden werden, sind jedoch nicht gänzlich auszuschließen. Das baumreiche und durch einen Zaun abgetrennte Grundstück an der Richard-Wagner-Straße soll nun laut Stadtverordnetenbeschluss als Rasenfläche wieder dem Schulhof zugeschlagen werden. Dazu muss das Gelände jedoch kampfmittelfrei sein. „Wir werden bei der Entfernung von Kampfmitteln so behutsam wie möglich vorgehen und versuchen, möglichst alle Bäume zu erhalten“, kündigt Oberbürgermeister Horst Schneider an. Und: „Die Sicherheit der Menschen hat aber oberste Priorität.“

Für die Wiederherrichtung des Areals hat das Bauamt die Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft (OPG) mit der Projektleitung und -steuerung beauftragt. Die geht so vor: Zunächst werden in den Kronen der 16 eventuell betroffenen Bäume Folien und Flatterbänder angebracht. „So möchten wir verhindern, dass sich dort Tiere einnisten“, erklärt Janine Haller. Danach ist Grünschnitt angesagt, wenn Arbeiter Kleingewächse und Grasnarbe entfernen. Damit ist die Fläche für den Bodenaustausch vorbereitet.

Weil aufgrund des verfüllten Kriegsschutts die Detektoren bei der Sondierung keine zuverlässigen Ergebnisse liefern, wird das Erdreich bis zu einer Tiefe von einem Meter ausgehoben. Erst danach kann der freigelegte gewachsene Boden nach Kampfmitteln untersucht werden. Ziel, so OPG-Mitarbeiter Frank Tyron, sei es, bei der Entfernung des Trümmerschutts schonend mit Handschachtung zu arbeiten. Wie die Erfahrung beim Neubau der Grundschule gezeigt habe, sei eine Sondierung unter den Bäumen auf diese Weise aber nicht in vollem Umfang möglich gewesen. Lasse sich der Schutt nicht aus dem Wurzelwerk entfernen, „ist es unvermeidlich, den jeweiligen Baum zu fällen“, erklärt Nadine Wern vom Bauamt.

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Nach der Entfernung der Kampfmittelfunde wird die Fläche mit unbelastetem Bodenmaterial aufgefüllt und als naturbelassene Grünlandschaft in das Schulgelände integriert. Bäume, deren Fällung unvermeidlich ist, werden an der jeweils selben Stelle durch Neuanpflanzungen ersetzt. Ähnlich wie die Grundschulgemeinde hofft auch Bürgermeister und Schuldezernent Peter Schneider, dass die Arbeiten bald abgeschlossen sein werden: „Ich freue mich, wenn die Kinder der Beethovenschule dann wieder genügend Platz haben, um ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachkommen zu können.“

mk

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