Vorbei am Schuldenberg

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Offenbacher KOMM-Star Hans Dick warnt Schüler im Projekt „JoSch“ vor Abo- und anderen Fallen

Offenbach ‐ Als Hans Dick vor einem Jahr mit seiner Wahl zum KOMM-Star einer der Werbeträger für Offenbachs Innenstadt-Einkaufszentrum wurde, war er auf der Suche nach einem Ausgleich in seinem Leben. Von Leah Junck

Sich für junge Menschen zu engagieren, ließ der Rentner aus Tempelsee die Leser unserer Zeitung wissen, das würde ihn wohl ausfüllen. Und natürlich sagt man sowas nicht dermaßen öffentlich, wenn man nicht bereit ist, Taten folgen zu lassen.

Der KOMM-Star bekam Anrufe und Angebote, eigentlich hagelte es sogar welche, für ehrenamtliche Tätigkeiten ebenso wie für bezahlte Stellen. Kein Geld, aber das wertvolle Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, diente ihm Dietmar Lutz an, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter für „Jugend ohne Schulden“, kurz: JoSch. Seitdem macht sich auch Hans Dick für das Präventionsangebot des Diakonischen Werkes Offenbach-Dreieich-Rodgau stark.

Jugendliche vor Schuldenberg bewahren

Die Stoßrichtung ist klar: Möglichst viele Jugendliche sollen davor bewahrt werden, sich schon als junge Erwachsene an einem Schuldenberg abrackern zu müssen. Meist sind es Senioren, die diese Arbeit leisten. Sie machen sich vorher gründlich über Klingelton-Abofallen und verhängnisvolle Vertragsabschlüsse per SMS schlau, um Schülern der achten bis zehnten Klassen Verhaltensregeln mit auf den Weg geben zu können. Und das werde vom Nachwuchs auch besonders respektiert, sagt Dick. Ihre Lebenserfahrung und die Tatsache, dass sie ihre Freizeit für Jugendliche opfern, das mache oft weitaus mehr Eindruck als der natürlich ebenfalls gut gemeinte Ratschlag eines Lehrers.

Mit Überzeugung setzt sich Hans Dick auch für die Kooperation zwischen JoSch und „Fußball ist das Tor zum Lernen“ ein. Letzteres ist ein Projekt der Agentur EKIP, dessen „Interkulturelles Kompetenzteam“ im Auftrag der Offenbacher Hartz-IV-Arbeitsgemeinschaft Mainarbeit versucht, Jugendliche bis 25 Jahre über das Medium Sport für eine erfolgreiche Eingliederung ins Berufsleben zu begeistern.

Grundlage der Zusammenarbeit sei das gemeinsame Ziel, jungen Erwachsenen den Start ins Berufsleben zu erleichtern. Die erste JoSch-Schulungsreihe ist bereits absolviert. Am Ende werden es fünf Unterrichtsmodule gewesen sein

Die Details zu beiden Projekten sind auch im Internet bei der Diakonie und bei „Fußball und Lernen“ zu finden.

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