Vorbereitung auf Mission Olympic läuft

Ganz Offenbach wird sportlich

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Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden an einer Pinnwand gesammelt.

Offenbach - Es soll eine Riesengeschichte sein am 6. und 7. September in Offenbach, wenn der Deutsche Olympische Sportbund als Initiator und der Brausehersteller Coca-Cola als Sponsor Antwort auf die Frage suchen: Welches ist die sportlichste Kommune der Republik? Von Stefan Mangold

Offenbach wird olympisch

Der Countdown läuft: Im September ist es soweit, Offenbach wird zeigen, dass keine Stadt so bunt, so sportlich, so international ist oder kurz gesagt: so olympisch. Alle Details zum Startschuss von der Mission Olympic.

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„Mission Olympic – Deutschlands aktivste Stadt gesucht“ heißt der Titel des bundesweiten Wettbewerbs, bei dem jeweils zwei Städte gegeneinander antreten. Und weil ein Wettkampf eher Sinn ergibt, wenn die Kontrahenten sich zumindest einigermaßen auf Augenhöhe messen können, tritt Offenbach nicht gegen Berlin oder Bonn an, sondern gegen Bocholt. Das liegt an der Grenze zu den Niederlanden. Fußballenthusiasten ist der FC Bocholt ein Begriff. Der kickte vor Ewigkeiten für zwei Jahre in der 2. Liga Nord.

„Unser Ziel ist es, so viele Offenbacher wie möglich auf die Straßen und Sportanlagen zu bringen“, gibt Jürgen Weil, Leiter des Sportamts, die Richtung vor. Wenn Offenbach die Nase vorne hat, spült das 50.000 statt 15.000 Euro in die Kasse. „Die müssen in die Sportförderung fließen“, betont Wolfgang Beyer von der Event-Agentur Colori.

Bootsrennen der Nationen

Beyer plant eine riesige Veranstaltung mit einem Firmenlauf zum Auftakt. Anschließend geht es mit Ständen auf der Berliner Straße für 24 Stunden weiter. „Wir wollen die Berliner vom Kaiserlei bis zum Marktplatz für eine Nummer sperren, die es so noch nicht gegeben hat.“ Die Sperrungen ließen sich jedoch nur realisieren, wenn juristisch alles wasserdicht sei. Was man prüfen lasse.

Ein Pfund, mit dem Offenbach wuchern müsse, „liegt in den 155 Nationen, die bei uns wohnen“. Wie sich das konkret umsetzen lässt, überlegt Klaus Mackeprang, Vorsitzender des Segelclubs Undine, in einer Arbeitsgruppe laut. In Bootsrennen könnten die Nationen unter ihren Flaggen gegeneinander antreten, „Italiener gegen Griechen beispielsweise“.

Mission Olympic: Offenbach wird sportlich

Mission Olympic: Offenbach wird sportlich

Ganz Offenbach wird sportlich: Die Vorbereitung auf "Mission Olympic" läuft auf Hochtouren. Wir waren bei der Informationsveranstaltung in Offenbach mit der Videokamera dabei.

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Auch jenseits der zur Feiermeile sich wandelnden Berliner Straße sind Veranstaltungen geplant. Wasserski-Slalom sei ebenso angedacht wie ein Nachtschwimmen im Schultheisweiher, „falls der dann freigegeben ist“. Auch der Kletterpark und das Gelände auf der Rosenhöhe sollen mit einbezogen werden. Rolf-Dieter Elsässer und Helmut Schmidt von der TSG Bürgel überlegen sich, vor ihrer Halle Zumba tanzen zu lassen. Rima Stiben vom Tandemclub denkt mit ihren Vereinskollegen daran, die radelnden Doppelsitzer als Taxis einzusetzen.

Auf die Euphoriebremse tritt Detlef Reissmann: Der Vorsitzende der SG Wiking rät zur örtlichen Konzentration. Nach seiner Berechnung müssten 100.000 Besucher die Stadt bevölkern, um verschiedene Orte zu füllen. Zum beliebten Drachenbootrennen, das sein Ruderverein jährlich veranstaltet, „kommen immer um die 3000 Leute“, berichtet er.

Initiativen werden nach Berlin geschickt

Bis zum 29. Mai muss das Sportamt alle geplanten Initiativen zur Jury nach Berlin senden. Die gibt vorab schon mal eine Wasserstandsmeldung. „Entscheidend“, sagt Sportamtsleiter Jürgen Weil, „wird am Ende sein, wie viele Menschen wir mobilisieren können.“

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