Ausbildungsmesse Vocatium

Orientierung bei der Berufswahl

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Offenbach - Tausende Schüler werden im Juli wieder zur Vocatium in die Messe Offenbach kommen. In den nächsten Wochen werden die Jugendlichen auf den Besuch der Ausbildungsmesse vorbereitet. Von Marc Kuhn 

Das Bundeskriminalamt ist dabei. Die Deutsche Bank und die Bahn ebenfalls. Aber auch Aldi und Versicherungen stellen sich vor. Aufgelistet sind 47 Betriebe, 19 Hochschulen, zehn Akademien und weiterführende Schulen in dem Handbuch „Chancen in der Region Rhein-Main“, das zurzeit unter anderem an Schüler in Offenbach verteilt wird. Auf diese Weise können sie sich auf die 8. Fachmesse Ausbildung und Studium Vocatium Rhein-Main vorbereiten, die am 1. und 2. Juli in der Messe Offenbach stattfindet. Veranstaltet wird sie vom Institut für Talententwicklung (IfT) aus Schwalbach. 66 dieser Messen bietet die Organisation in ganz Deutschland an.

„Wir beginnen jetzt mit den Schulbesuchen“, sagte Claudia Merk vom IfT gestern in der Offenbacher Schillerschule. Drei Monate bereitet ihr Team Schüler aus Offenbach, Frankfurt und der Region Rhein-Main im Unterricht auf die Messe vor. Dabei wird auch das Messehandbuch verteilt, in dem die Aussteller ihre Ausbildungsangebote vorstellen. Darüber hinaus erhalten die Jugendlichen Tipps rund um das Thema Bewerbung. Etwa 80 Schulen nehmen an der Veranstaltung teil, rund 15 kommen aus Offenbach. Unter den Ausstellern ist aus Offenbach die Behindertenhilfe, Finanzämter, die gewerblich-technischen Schulen, die Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen des Arbeitgeberverbands Hessenmetall, die Käthe-Kollwitz-Schule, die Polizei und die Agentur für Arbeit vertreten, wie Merk berichtete. „Wir treten als Arbeitgeber und als Berufsberatung auf“, erläuterte Ulrike Kelepouris, Teamleiterin bei der Agentur. Die Angebote auf der Veranstaltung seien wahnsinnig interessant. Zum 5. Mal wird die Messe in Offenbach veranstaltet. Rund 4000 Schüler werden erwartet.

Sie können auf der Messe vorab bis zu vier Gesprächstermine mit einer Länge von jeweils etwa 20 Minuten bei einem Wunscharbeitgeber vereinbaren. Dazu müssen die Jugendlichen einen Anmeldebogen ausfüllen, den das IfT-Team verteilt. Sie können aber auch spontan Gespräche führen und an dem Vortragsprogramm teilnehmen. Es sei wichtig für junge Menschen, dass sie auf diese Weise Orientierung bei der Berufswahl bekommen, erklärte Offenbachs Bürgermeister Peter Schneider, der den Schirmherrn der Messe, Oberbürgermeister Horst Schneider, vertrat. „Ich finde das klasse“, sagte der Bildungsdezernent. Auf der Messe könnten die Schüler auch die Situation eines Vorstellungsgesprächs üben, berichtete Merk. „Es ist für Jugendliche eine Riesenhürde, mit Erwachsenen ins Gespräch zu kommen“, erklärte die Leiterin der Schillerschule, Karin Marré-Harrak. „Es geht darum, Arbeitgeber kennenzulernen.“ Die persönliche Vorbereitung sei auch eine Wertschätzung, fügte Schneider hinzu.

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Die Schüler würden den Messebesuch sehr ernst nehmen, „auch aufgrund der Vorbereitung“, sagte die Lehrerin Christina Orth-Körner, die in der Schillerschule unter anderem für Berufsorientierung zuständig ist. „Sie freuen sich darauf und bereiten sich vor“, erklärte sie. „Wir haben ein positives Feedback.“ Die Schillerschule nehme an der Vocatium teil, „weil wir die Vorbereitung schätzen“, sagte Marré-Harrak.

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