1000 mutige Männer: Kampagne zur Krebsvorsorge ein Erfolg

Vorbildliche Offenbacher

Professor Andreas Zielke überreicht dem mutigen Ralf Müller einen Tablet-Computer. - Foto: Georg

Offenbach - Die Kampagne „1000 mutige Männer für Offenbach“ war ein voller Erfolg. Durch die Aktion sollte auf das Angebot der Darmkrebsvorsorge aufmerksam gemacht werden. Ralf Müller war einer von insgesamt 1 507 mutigen Männer, die an der Kampagne teilgenommen haben. Von Sabrina Kristen

„Seit fünf Jahren hat mich meine Frau immer wieder gedrängt, die Vorsorge endlich aufzusuchen. Aber erst diese Aktion konnte mich letztendlich dazu bewegen“, sagt der 59-jährige Offenbacher. Bereits zuvor wurde der passionierte Motorrad-Fahrer für die Krankheit Krebs sensibilisiert. So hat er mit seinem Harley-Club bei der Initiative „Rudern gegen Krebs“ mitgemacht, bei der auch mehrere betroffene Patienten beteiligt waren. Das habe ihn nachhaltig stark beeindruckt, so dass es für Müller nicht mehr in Frage stand, bei „1000 mutige Männer“ mitzumachen.

Offenbach ist erst die vierte Stadt in ganz Deutschland gewesen, die diese Aktion auf die Beine gestellt hat. Als erste Stadt in Hessen übernimmt sie nun die Vorbildfunktion für Nachahmer. So hat die Landeshauptstadt Wiesbaden vor einigen Wochen den Startschuss für die Krebsvorsorge-Kampagne gegeben.

„Die Aktion hat sogar unsere Erwartungen noch übertreffen“, meint Professor Andreas Zielke. Der Chefarzt am Offenbacher Klinikum war der „Motor“ der Kampagne. „Normalerweise gehen nur etwa drei Prozent der Männer zur Darmkrebsvorsorge - wir wollten aber sozusagen die Zehn-Prozent-Hürde knacken, was wir sogar noch getoppt haben“, berichtet Zielke stolz. Unter allen gesundheitsbewussten Teilnehmern wurde nun ein Preis, ein Tablet-Computer eines namenhaften amerikanische Herstellers, verlost. Der glückliche Gewinner: Ralf Müller.

„Ich freue mich riesig, dass ich unter all den Männern gezogen wurde. Ich möchte aber dennoch den Wert des Gerätes gerne an die Krebsforschung spenden“, erzählt der engagierte 59-Jährige.

Der Erfolg der Initiative aus rein gesundheitlicher Perspektive wird sich allerdings erst Ende des Jahres zeigen. Erst dann kann analysiert werden, bei wie vielen Männern dank der Kampagne Krankheitsanzeichen rechtzeitig erkannt worden sind. Diese Zahl soll dann mit einer Statistik verglichen werden, die ein Resultat zeigt, wenn es die Initiative zur Darmkrebsvorsorge nicht gegeben hätte.

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