Vorgaben aus dem Hafen

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Sollte längst bebaut sein: Das ehemalige Tack-Gelände an der Siemnesstraße.

Offenbach - Der Offenbacher Hafen und das Gelände zwischen Daimler- und Siemensstraße liegen geografisch ziemlich weit auseinander. Und doch hat man derzeit unterhalb des Bieberer Bergs damit zu kämpfen, was im Zuge des Gezerres um die Bebauung des Hafens höchstrichterlich vorgeben wurde. Von Matthias Dahmer

Dass bei potenziellen Baugebieten nämlich der Lärm und dessen mögliche Auswirkungen besonderer Beachtung bedürfen.

Weshalb der bereits im September 2009 beschlossene Bebauungsplan mit der Nummer 633 „Wohngebiet östlich der Siemensstraße“ wohl Ende des Jahres nochmal auf der Tagesordnung des Stadtparlaments stehen wird, wie Stadtsprecher Matthias Müller sagt.

Im Zuge es des Urteils zur Hafenbebauung, erläutert Müller, habe man zwei Bebauungspläne nochmal überprüfen müssen. Den für das MAN-Gelände an de Christian-Pleß-Straße und eben den für die Siemensstraße. Geklärt sei mittlerweile, dass das Areal nicht einer fluglärmbedingten Siedlungsbeschränkung unterliege. „Das ist inzwischen mit dem Regierungspräsidium, dem Planungsverband und dem Land abgestimmt. Dieses Problem ist aus der Welt“, so Müller. Noch offen sei indes, wie sich der Lärm der Umgebung (Züge, Autos, ESO-Sortierhalle) auf das ehemalige Tack-Gelände auswirkt.

70 massiv gebaute Reihenhäuser könnten entstehen

Klären soll das ein Lärmgutachten. Das hat der Investor, die Deutsche Reihenhaus AG, in Auftrag gegeben. „Wir erwarten in Kürze das Ergebnis und werden dann gegebenenfalls die Pläne modifzieren“, sagt Unternehmenssprecher Achim Behn. Dies werde in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung geschehen. „Wir werden eine Lösung finden, die allen gerecht wird“, ist Behn überzeugt. Keinesfalls denke man an einen Rückzug aus dem Projekt. Dazu sei die Lage des künftigen Wohngebiets einfach zu interessant.

Der Bauträger will an der Siemensstraße auf 1,9 Hektar insgesamt 70 massiv gebaute Reihenhäuser errichten. Die ursprüngliche Planug sah deren Fertigstellung bis Ende 2010 vor. Die Häuser sind zwischen 85 und 141 Quadratmeter groß, nicht unterkellert, dafür aber teilweise mit ausgebautem Dachboden sowie einem Blockheizkraftwerk, das den Heizungskeller erspart. DieSiedlung soll als Wohnpark angelegt und mit einer t-förmigen Privatstraße erschlossen werden.

Noch unklar ist, ob einer der lautesten Nachbarn der künftigen Bewohner, der Stadtdienstleister ESO, seinen Standort an der Daimlerstraße aufgibt. Dessen Umzug auf das riesige Allessa-Gelände an der Mühlheimer Straße wird allgemein befürwortet, wurde wegen der Kosten bislang aber noch nicht angepackt.

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