Trickdiebe in Offenbach auf Beutezug

Offenbach (mr) - Die Polizei warnt erneut vor Trickdieben. Gestern Nachmittag verschaffte sich ein Mann Zutritt zur Wohnung einer 89-Jährigen, indem er sich als Mitarbeiter eines Geldinstituts ausgab.  

Der 40 bis 50 Jahre alte, schlanke, zirka 1,70 Meter große Unbekannte mit ausländischem Aussehen klingelte gegen 16.30 Uhr an der Wohnung der Dame in der Obere Grenzstraße. Er gab vor, für eine Bank zu arbeiten. Der Betrüger behauptete, etwas stimme mit dem Konto der 89-Jährigen nicht und er müsse die Kontoauszüge und ihr Bargeld überprüfen.

Die Seniorin holte ihre Unterlagen und ihr Geld hervor und legte es dem Ganoven zur Ansicht vor. Als sie kurz etwas aus der Wohnstube holen wollte, machte sich der Trickdieb samt der Beute aus dem Staub. "Der vorliegende Sachverhalt ist leider keine Einzelfall", weiß Kriminalhauptkommissar Peter Bender zu berichten.

Gedränge erleichtert Taschendieben die Arbeit

In einem Lebensmittelmarkt in der Bleichstraße wurde einem 45-Jährigen gestern Abend die Geldbörse gestohlen. Zwischen 17.30 und 18 Uhr wurde das Opfer von einem Unbekannten abgelenkt und vermutlich griff ein Zweiter die schwarze Lederbrieftasche. 

„Gedränge im Einkaufsmarkt zu Spitzenzeiten sind ein beliebtes Tätigkeitsfeld für Taschendiebe“, meint Hauptkommissar Peter Bender. Der Chef der Beratungsstelle im Offenbacher Polizeiladen gibt deshalb folgenden Rat: „Tragen Sie Geldbörsen oder Wertsachen dicht am Körper, am besten in der Hosentasche. Machen Sie sofort andere Mitbürger laut und deutlich aufmerksam, wenn jemand versucht, an den Inhalt ihrer Taschen heranzukommen.“

Tipps, wie sich gerade ältere Menschen wirkungsvoll vor Trickdieben oder Betrügern schützen können, gibt das Team in der Beratungsstelle unter der gebührenfreien Hotline des Polizeipräsidiums Südosthessen: 0800/3110110. Die Kriminalpolizei bittet um weitere Hinweise in beiden Fällen unter der Rufnummer 069/8098-1234.

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