Hecken rund ums Becken

Waldschwimmbad: EOSC kündigt Umbauarbeiten an

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Die letzten schönen Tage der Sommersaison können Offenbacher noch bis Sonntag auf der Rosenhöhe genießen. Am Montag beginnt der Umbau für den Winterbetrieb. Zur Sommersaison 2016 sind Neuerungen geplant. Unter anderem wird Grün entlang der Becken gepflanzt.

Offenbach - Keine wirklich gute, aber auch keine richtig schlechte Sommersaison kann der EOSC als Betreiber des Waldschwimmbads auf der Rosenhöhe vermelden. Vom kommenden Montag an wird das Bad für den Winterbetrieb fit gemacht. Von Matthias Dahmer 

Für die Saison 2016 sind umfangreiche Neuerungen geplant. Selbst in den extrem heißen Juniwochen sei das Waldschwimmbad nicht so überfüllt gewesen wie an vergleichbaren Tagen in den Jahren zuvor, bilanziert der EOSC-Vorsitzende Matthias Wörner. Mit den diesjährigen Einnahmen ist der Verein, der für die Stadt das Bad managt, zufrieden. Allerdings würden sich die Kosten für Sicherheits- und Reinigungdienst in der Abschlussrechnung bemerkbar machen, so Wörner, der noch keine exakten Zahlen vorlegen kann. Die Security fürs Bad habe sich bewährt, die Konflikte zwischen Badegästen auf der Liegewiese und im Becken seien in der Saison 2015 die üblichen gewesen, auch wenn ein TV-Bericht anderes suggeriert habe.

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Spannender als der Rückblick ist der Ausblick auf die nächste Saison. Im Sommer 2016 erwarten die Badegäste Veränderungen, die teilweise optischer, teilweise technischer Natur sind: So werden – in Anlehnung an frühere Zeiten, als prächtige Rosen das Bad zierten – entlang der beiden Becken Hecken gepflanzt. Der Zugang zum Wasser wird dann nur noch, wie in anderen Bädern auch, über die sogenannten Durchschreitebecken möglich sein. Die gibt es zwar jetzt schon auf der Rosenhöhe, sie haben aber wegen fehlender Grün-umrandung ihre Funktion eingebüßt. Mit den Hecken soll vermieden werden, dass Badegäste mit dreckigen Füßen ins Wasser steigen. „Das spart uns Kosten bei der Wasserreinigung“, sagt EOSC-Chef Wörner. Die sanierten Fußbecken bestehen aus einer Edelstahlwanne und werden barrierefrei sein.

Die Fläche zwischen großem und kleinem Becken, die derzeit noch teilweise begrünt ist, wird komplett gefliest, und das dreiteilige Planschbecken wird es im Sommer 2016 in dieser Form auch nicht mehr geben. Unmittelbar im Anschluss an den 25-Meter-Pool entsteht eine zweiteilige Wasserfläche inklusive Sprudelpilz für Kleinkinder.

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Für die Badegäste unsichtbar, aber dringend notwendig sind weitere Neuerungen: So muss aufgrund geänderter DIN-Vorschriften die gesamte Steuerungstechnik des Bades ausgetauscht werden. Die derzeitige, betont Wörner, stamme teilweise noch aus dem einstigen Parkbad. Neu installiert werden deshalb die Anlagen für Chemie-Dosierung, Wasseraufbereitung und Filterspülung. Zu stemmen sei das für Stadt und EOSC nur dank eines Landeszuschusses, so der Vereinsvorsitzende.

Der 2700 Mitglieder zählende Schwimmclub betreibt das einzige Offenbacher Bad mit einem zehnköpfigen Team für die Stadt, die dafür einen jährlichen Zuschuss von etwa 490.000 Euro leistet. Während der Wintersaison 2013/2014 war das Bad aufgrund der städtischen Finanzlage für die Öffentlichkeit dicht gemacht worden; genutzt werden konnte es nur von Vereinen und Schulen. Seit vergangenem Jahr ist es dank Kosteneinsparungen in der Hallensaison wieder für jedermann offen.

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