Protest in Offenbach, Obertshausen und Hanau

Warnstreiks der Metaller in Region

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Frankfurt/Offenbach - Im Tarifkonflikt der Metall-Industrie haben sich gestern Tausende an Warnstreiks in Hessen beteiligt.

Nach Angaben der IG Metall in Frankfurt legten mehr als 10.000 Beschäftigte aus 31 Betrieben in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen die Arbeit nieder.

Schwerpunkt in Hessen war die Opel-Zentrale in Rüsselsheim, wo sich nach Gewerkschaftsangaben 3 000 Menschen an einer Aktion beteiligten. In Offenbach demonstrierten etwa 600 Mitarbeiter von GKN Driveline, Dematic und Tecsis, in Obertshausen 200 Angestellte von Herzing + Schroth und in Hanau rund 1 000 Metaller von ABB, VAC, Norma, Honeywell und Thermo.

Druck aufrechterhalten

Heute will die IG Metall den Druck aufrechterhalten. Angekündigt sind Warnstreiks in 26 Betrieben. Die Gewerkschaft verlangt für die bundesweit 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche 5,5 Prozent mehr Geld. Ein erstes Angebot der Arbeitgeber hatte sie abgelehnt. Im Tarifgebiet Mitte mit Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sind 415 000 Beschäftigte betroffen.

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Derweil haben beide Seiten vor Beginn der dritten Runde der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten Entgegenkommen signalisiert. Es werde nicht bei der Forderung der IG Metall und auch nicht beim zuletzt gemachten Angebot der Arbeitgeber bleiben, sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger im ARD-„Morgenmagazin“. Er fügte hinzu: „Man wird sich hier auf dem Verhandlungsweg finden müssen.“ Auch IG-Metall-Chef Berthold Huber signalisierte Verhandlungsbereitschaft: „Wenn wir ein Angebot kriegen, das wirklich tragfähig ist, dann wird man auch am Verhandlungstisch ein Ergebnis finden.“

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dpa/ku

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