Tarifkonflikt

Neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst – auch Kitas sind betroffen

Ein Teilnehmer einer Kundgebung zum Streik in der Abfallwirtschaft hebt zwischen Fahnen der Gewerkschaft Verdi seinen übergroßen Fausthandschuh.
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Die Gewerkschaft Verdi hat in Offenbach zu neuen Warnstreiks aufgerufen.

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst von Verdi gehen weiter. Am Mittwoch sind Beschäftigte aus Kreis und Stadt Offenbach wieder dazu aufgerufen, zu streiken. Diesmal sind auch Kitas vom Streik betroffen.

  • Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen am Mittwoch weiter.
  • Auch Kitas in Offenbach sind von Verdi zum Streiken aufgerufen.
  • Verdi fordert für rund 2,3 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes eine Anhebung des Einkommens.

Offenbach – In den Tarifauseinandersetzungen der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen hält Verdi den Druck aufrecht. Am Mittwoch (14.10.2020) sind die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Betroffen ist die Verwaltung im Kreis Offenbach und seiner Gemeinden ebenso wie die Beschäftigten der Eigenbetriebe. Der Aufruf zum Streik gilt auch für die Verwaltung der Stadt Offenbach und die Kitabeschäftigten

Verdi: Warnstreiks in Offenbach - Auch Kitas sollen streiken

Die Kreisverwaltung Offenbach teilte mit, dass auch die Hotline des Bürgerbüros ab 13 Uhr nicht erreichbar sein wird. Bürger werden gebeten, in dringenden Fällen eine E-Mail an das Büro in Offenbach zu senden. Der Streik soll einen Tag andauern. Die Streikenden treffen sich um 10.30 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Kreishaus in Dietzenbach.

Der Landesfachbereichsleiter Gemeinden von Verdi Hessen, Tom Winhold, sagte zum Verlauf der Tarifrunde: „Das bisherige Verhalten der Arbeitgeber in dieser Tarifrunde ist geprägt von beispielloser Respektlosigkeit gegenüber den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, die gerade in der Krise unser Gemeinwesen am Laufen gehalten haben. Ökonomische Halbwahrheiten, ein Generalangriff auf bewährte Grundlagen der Vergütungsordnung und die brüske Zurückweisung jeglichen Kompromissvorschlags zwingen uns in die grade laufenden Streiks.“

Warnstreiks in Offenbach: Verdi fordert eine Anhebung des Einkommens

Verdi fordert für rund 2,3 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen eine Anhebung des Einkommens von 4,8 Prozent oder einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden. In zwei Verhandlungsrunden gab es bisher kein Angebot der Arbeitgeberseite. Die Verhandlungen werden am 22. Oktober in Potsdam fortgesetzt.

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